Heute reden wir über das Schälen von Obst und Gemüse

Ein Mal vom Profi vorgemachtRichtig

Und hier vom Laien

Bemerken Sie den Unterschied? Ganz einfach. Die Laien schneiden zuerst die Enden ab. Bei allen Gemüsen. Danach versuchen sie, die Schneide des Schälers am Schnitt anzusetzen. Sparschäler hängen sich in dem Moment entweder schwer oder falsch ein. Die Schalen werden oft zu dick. Die Klingen des Schälers sind dafür zu elastisch. Der Schälvorgang wird damit erheblich erschwert. Das Einhängen der Klinge führt zu einem ruckartigen Arbeiten. Sie laufen Gefahr, sich zu schneiden.

Schneiden Sie die Enden einfach nach dem Schälen ab.

Salat

Die Blätter vom Balkon habe ich der Garnitur halber so sparsam aufgelegt. Ich will damit die Größe zeigen, bei der ich ernte.

Unsere besten Tomaten gibt es wieder. Dazu feine rote Bohnen. Als Dressing habe ich ein Kräuterdressing angerührt. Natürlich im Blender. Gartenkräuter, Ei, Aceto, Mozzarella vom Büffel (arme Leute), Aceto, Salz, Pfeffer, Zucker, etwas Senape, Öl.

Das Foto habe ich mit dem Handy aufgenommen. Angeblich gezittert:-))Ich frag mich, wie man mit dem Handy ein Rennen fotografieren will, wenn ständig „gezittert“ da steht. Ich habe jetzt mal Objektverfolgung eingegeben. Mal sehen.

Ich habe jetzt die Sparsame Küche – Eintöpfe als Ebook draußen

Das sind 45 Seiten feinste Infos, Anleitungen und Verfahren für die sparsame Küche zu Hause und unterwegs. Denken Sie daran, die Anleitung ist auch für Camping und Mobilität geeignet. Verzichten Sie auf Beutelsuppen etc. Sie haben es mit diesem Buch einfacher, sich auch für den Urlaub richtig vorzubereiten.

Gedruckt und als Ebook gibt es das bei Amazon und bei BoD. Bei mir hier liegt die Rohversion. Deshalb ist sie etwas günstiger.

Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich das Buch nicht verschenken kann. Ich habe 50 Jahre lang mein Küchenwissen verschenkt. Dabei auch sehr viele Enttäuschungen nebst Kopien erlebt. Außerdem sehe ich den Beitrag als eine Art Spende. Solche Bücher schreiben, ist garantiert nicht einfach. Das erfordert sehr viel Recherche und Arbeit.

Wurstgulasch

Wurstgulasch

Wurstgulasch ist eigentlich ein, in Österreich verbreitetes Gericht. In der DDR wurde das auch gekocht. Bisweilen vielleicht etwas anders als hierzulande. Wir haben das etwas brauner gekocht. Nicht so Tomaten – betont.

In erster Linie haben wir Wiegebraten benutzt. Wiegebraten würden wir hierzulande als Leberkäse abtun. Der Unterschied liegt in der Körnung. Wiegebraten ist eher mit einer Jagdwurst vergleichbar. Selbst diese Bezeichnung ist uns hier bisher kaum untergekommen.

Zunächst könnte man sich den Wiegebraten selbst machen. Das habe ich bereits in diversen Beschreibungen getan. Wichtig zu wissen ist, eine Wurst oder Pastete muss nicht unbedingt mit Salpetersalz zubereitet werden. Pökelsalz ist Salpetersalz. Und was Salpeter an unseren Häusern anrichtet, wissen wir zur Genüge. In erster Linie sollte uns das anhalten, so wenig wie nötig auf diese Konservierungsmethode zu zugreifen.

Ich stelle Ihnen frei, sich entweder Wurst zu kaufen oder sie selbst her zu stellen.

Zwiebel schneiden, vor allem, in größeren Mengen, erfordert ein scharfes Messer im Haushalt. In der Kenntnis befreundeter Haushalte, darf ich getrost feststellen, nirgends ein wirklich scharfes Messer gesehen zu haben. Selbst in Profiküchen ist dieser Anblick eher selten. Ein Koch, der wirklich scharfe Messer pflegt, wird sehr oft feststellen, dass seine Kollegen sich angeblich vergriffen haben und mit seinen Messern arbeiten. Darüber wird ziemlich oft gestritten.

Haushalten empfehle ich deshalb, ihre Zwiebeln im Kutter zusammen mit Öl zu schneiden. Ohne Öl, wird die Zwiebel bitter. Natürlich kommen dabei keine Scheiben oder Ringe heraus. Nur; wer ißt wirklich unbedingt Zwiebelringe?

Eine andere Methode ist, die Ringe in der Hand zu schneiden. Mit einem Schälmesser. Nur; das muß eben auch ziemlich scharf sein. Bisweilen werden die Messer von Profis als Tourniermesser bezeichnet. Dabei sollte aber Folgendes klar sein: Ein Messer, egal wie es bezeichnet wird, muss nicht teuer sein. Nur scharf.

Heutzutage gibt es kleine Schleifmaschinen für die Petiküre. Witziger Weise eignen ausgerechnet die sich zum Messer schleifen. Ich schleife damit auch die Messer meiner Küchenmaschine. Und nicht nur das. Ich schnitze damit auch unsere Erzgebirgische Heimatkunst. Etwas Brauchtum muß schon sein.

Ich gebe also in den Kutter, Öl, geviertelte Zwiebel, Paprika edelsüß, etwas Tomatenpaste, etwas Majoran, bissl getrockneten Knoblauch, Kümmelöl, Pfeffer oder Pfefferöl, Salz und eine Prise Zucker. Der einfachste Weg ohne Kuttern ist, sich von diversen Italienischen Genossenschaften, getrocknete Zwiebel zu bestellen. Und ausgerechnet die, schmecken fast besser als frische Zwiebel. Das Aroma ist nicht so dominant. Diese Zwiefel (tirolerisch), ist aber zum Anschwitzen nicht geeignet. Die gibt der Koch erst zu, nachdem ein Gericht angegossen wurde. In dem Fall, müssen wir die Bräune mit einem Trick erzeugen. Karamell ist das Zauberwort. Wir mixen dazu Öl, Zucker, Tomatenpaste und Mehl. Diese Mischung geben wir in den erhitzten Topf und und bewegen das so lange, bis wir einen leichten Verbrennungsvorgang wahrnehmen. Das sehen wir am Rauch, der sich entwickelt dabei. Jetzt ist der Moment der Flüssigkeitszugabe. Zu beachten ist, Sandwichböden an Töpfen heizen gewaltig nach. Die Flüssigkeit muß in Griffnähe stehen. Sollten wir zu spät sein und unser Saucenansatz verbrannt schmecken, hilft ein kleiner Trick. Wir hobeln etwas rohe Kartoffel dazu und lassen das zusammen aufkochen.

Die gekutterte Zwiebel samt Gewürzen behandeln wir jetzt ähnlich dem Ansatz ohne Zwiebel. Wir erhitzen und bewegen das so lange, bis wir eine uns genehme Farbe sehen. Nach dem Ablöschen und Aufkochen, geben wir die grob gewürfelte Wurst hinein und lassen das nicht zusammen aufkochen. Wir lassen das zusammen ziehen.

Klassisch kann man Wurstgulasch mit Pasta, Gnocchi, Reis oder Kartoffelpüree verzehren. Das überlasse ich Ihrem Appetit. Wer auf diese Beilagen keinen Appetit hat, kann es mit grob geschnittenen, geröstetem Brot probieren (Croutons in der Fachsprache). Sehr gut passen auch grobe Vinschger Croutons aus Vinschger Brot. Wem das Alles zu viel Arbeit ist, der serviert sich den Wurstgulasch in einem tiefen Teller auf Schüttelbrot.

Das Schüttelbrot wird von der Sauce aufgeweicht und ist damit gut verzehrbar. Selbst Zwieback schmeckt ausgezeichnet zu dem Wurstgulasch.

Heute habe ich Wurstgulasch mit verlorenem Ei gekocht. Dazu gibt es neue Kartoffeln – mehlig, von unserem Bauern und frische Karotten.

Balkonsalat

Seit knapp zwei Wochen essen wir frischen, ungespritzten Salat vom Balkon.

Ich ernte Salat recht früh. In Miniaturgröße. Zart. Null Abfall. Außer Waschen, keine Arbeit. Ich ernte die Blätter nahe der Erde zuerst. Damit zwinge ich den Salat, zu schießen. Ich könnte jetzt auch ewig warten und einen Kopf zur Hälfte wegschmeißen. Der Kopf frisst sich an einem Tag. Zehn Köpfe in zehn Tagen. Zu Zweit. Mit der Ernte in dieser Form, essen wir an zehn Pflanzen, mindestens einen Monat. Vergangenes Jahr, zwei Monate. Die Erntezeit haben wir erheblich verlängert. In der Zwischenzeit, setze ich bereits die neuen Sämlinge an. In selbst hergestellter Saaterde. Das gelingt immer. Für Saaterde müssen Sie etwas Googeln. Sie finden sicher eine Anleitung. Ansonsten fragen Sie einfach in einer Ihrer Genossenschaften.

Karamellspargel

Karamellspargel

Ich weiß, das klingt jetzt komisch. Ein Unglück hat mich das entdecken lassen. Ein beinahe Unglück. Bekanntlich dünste oder dämpfe ich meinen Spargel. Beim Dünsten habe ich etwas zu wenig Flüssigkeit eingemessen. Oder die falsche Zeit gesetzt. Allgemein dünste ich Spargel acht Minuten und lasse ihn nachziehen. So wird er eben am besten. Beim Dämpfen setze ich zehn Minuten. Das habe ich verwechselt.

Der Spargel karamellisierte. Zum Glück. Ich habe ihn leicht angegossen mit Marsala. Köche sind immer am experimentieren. Auch steinalte Köche. Gebunden habe ich mit Eigelb. Ich habe Zitronenschale und etwas Vanille zugesetzt. Wenn schon versaut, dann teuer. Was kommt heraus? Der vollkommene Hochgenuss.

Um jetzt das Risiko zu minimieren, habe ich das Gleiche professionell nach gekocht. Ich habe ein honigfarbenes Karamell hergestellt, mit Marsala und Gewürzen, den Spargel darin gedünstet. Die Flüssigkeitszugabe müssen Sie etwas trainieren. Die variiert bei den Spargelgrößen und -arten. Grüner Spargel geht nämlich auch dafür. Die anderen Farbgestaltungen habe ich nicht probiert. Übrigens. Meine Töpfe werden nicht so schwarz wie die in den Ferienwohnungen. Außerdem putze ich meine Töpfe, bevor ich sie in den Schrank zurück stelle. Hygiene nennt sich das. Ein absolutes Fremdwort in zahlreichen Westhaushalten.

Eine Ausnahme kenne ich auch aus der besetzten DDR. Mit Namen und Adresse. Die Anderen kommen alle aus hochmodernen, sündhaft teuren Westküchen. Und es ist garantiert nicht die Technik, die das „Fressen“ versaut. Jetzt fehlt nur noch eine Rezeptsammlung von zwanzig Tausend Speisen für rund fünf Tausend Euro. Dann ist der Kuchen perfekt.

Spargel-Bozner Sauce

Bei der Gelegenheit wollen wir natürlich nicht unsere Pilzzüchter vergessen. Die schützen uns vor Sonnenbränden.

Mit unserem Spargel dämpfe ich natürlich auch gleich die Eier für die Bozner Sauce mit. Im Spargelwasser rühre ich heute gleich das Kartoffelpüree mit an. Wer kann – der kann:-))

Zur Information

Ich habe jetzt den ersten Band – Sparsame Küche – Eintöpfe fertig. Das Cover mache ich noch zurecht. Der kleine Ratgeber hat rund 50 Seiten. Das ist eine Auswahl der fast tausend Möglichkeiten, sparsam, in einem Kochgefäß auf einer Flamme, schmackhaft zu kochen. Ich verkaufe Ihnen jetzt nicht die tausend Möglichkeiten einzeln in 40 Bänden. In diesem Buch steht das Essentielle. Gleichzeitig möchte ich Ihre Kreativität anregen. Ein guter Koch fertigt aus allen verfügbaren Zutaten ein schmackhaftes Gericht.

Eintöpfe

Vorbereitung für Eintöpfe

Sämtliche Suppen und Eintöpfe lassen sich mit einer Basis zubereiten, die notwendig ist, um einem Eintopfgericht das notwendige, geschmackliche Volumen zu verleihen. In Italien nennt sich die Zubereitung, Sofritto, in Deutsch, Suppengrün und in der französischen Küche, Mireboix. Ich muss das nicht neu erfinden, weil das bereits im frühen achtzehnten Jahrhundert geschah. Die moderne Technik gibt uns jedoch Methoden in die Hand, das früher relativ lästige Zubereiten der Sofritto, etwas flotter zu gestalten.

Am besten eignet sich ein Kutter; in der Fachsprache auch Blixer genannt.

Der Nachteil dieser Methode ist, dass damit keine einheitliche Größe des Schnittgutes erreicht wird. Zudem hat man keinen Einfluss auf eine besondere Optik.

Ein Blender, sprich, ein Mixer, eignet sich bedingt für diese Arbeit. In dem Fall ist es notwendig, das Blixen in reichlich Flüssigkeit auszuführen; praktisch, in der kalten Suppe.

Mit beiden Methoden habe ich die Möglichkeit, das Schnittgut in der Größe zu beeinflussen. In manchen Anwendungen stelle ich mir aus dem Sofritto sogar ein Püree her, mit dem ich bei gebundenen – oder Püreesuppen und -saucen auch eine farbliche Gestaltungsmöglichkeit habe. Dazu kann man diese Methode anwenden, wenn dem Geschmack des Produktes noch der gewisse Tick fehlt.

Mit diversen Messeraufsätzen in Küchenmaschinen kann man Sofritto zu kleinen Würfeln, Streifen oder Spänen schneiden. Sofritto lässt sich bereits vorkochen oder im Backofen, rösten.

Das Produkt ist in Öl lagerbar und kann auch getrocknet werden. Zum Trocknen eignet sich die normale Lufttrocknung, der Holdomat, ein Wasserbad oder ein Backofen mit oder ohne Umluft außerhalb der Arbeits- oder in Ruhezeiten.

Beim Trocknen sollten wir entweder Krepp oder Textilien unterlegen.

Sofritto kann auch mit Salz haltbar und bei der Herstellung unter Zugabe von Fleischabschnitten, zu Brühpaste verarbeitet werden. Bei der Zubereitung von Brühpaste, müssen wir reichlich stabiles Fett und ziemlich viel Salz verwenden. Etwa zehn Prozent – Salz.

Suppenfleisch muss der Koch nicht unbedingt ganz verarbeiten. Die Qualität der Brühe lässt sich auch in wesentlich kürzerer Zeit erreichen, indem der Koch das Suppenfleisch vorher schneidet, blixt oder kuttert. Dazu gibt es die Möglichkeit, Suppenfleisch in Form von Fleischklößchen oder gehackt anzuwenden.

Fleischklößchen als Einlage dürfen nicht kochen. Am besten stellt man Fleischklößcheneinlagen im Dämpfer (Volldampf) oder Pochierwasser bei maximal siebzig Grad, her. Die entstandene Brühe muss beim Aufkochen entschäumt werden.

Ich persönlich dämpfe sämtliche Brühzutaten in tiefen GN-Blechen, koche und kläre die Brühe separat.

Getrocknete Getreidearten, wie Weizenkörner, Farro (Dinkel), als auch der Bruch dieser Getreidearten, müssen vor der a-la-minute – Verarbeitung eingeweicht werden. Dazu zählen auch sämtliche, getrocknete Hülsenfrüchte. Am besten, weicht der Koch diese Produkte einen Tag vorher ein. Von diesen Produkten gibt es auch einige Instantvarianten, die in ein paar Minuten zubereitet werden können. Das ist besonders nützlich bei der Verarbeitung von kleinen Mengen wie zum Beispiel im Haushalt oder dem a la carte – Geschäft.

Wenn wir Pasta, Reis, Kartoffeln, Getreidearten -und -formen in unsere Eintöpfe als Sättigungsbeilage geben, empfehle ich, diese Zutaten extra zu kochen und erst beim oder kurz vor dem Verzehr, einzurühren. Viele dieser Zutaten wirken quellend und werden beim Lagern, immer mehr. Außerdem wirken sie säuernd und verkürzen die Lagerzeit des Eintopfes erheblich.

Einwaagen

Für Eintöpfe gelten die gleichen Einwaagen wie für portionierte Speisen. Das Gesamtgewicht pro Mahlzeit sollte 400g nicht überschreiten.

Gemüsebeilagen – gleich 150g pro Portion

Sättigungsbeilagen – gleich 150g pro Portion

Fleisch gleich – 100g pro Portion

Sobald wir den Fleischanteil erhöhen, müssen wir den Sättigungsbeilagenanteil verringern.

Getrocknete Speiseanteile und Getreide, werden wie folgt pro Portion eingemessen.

Reis, Pasta, Grieß, Getreide, Hülsenfrüchte, Trockenkartoffel werden allgemein mit 50g pro Portion für eine Hauptmahlzeit berechnet.

Trockenfleisch und Trockenfisch, werden ebenfalls mit 50g pro Portion berechnet.

Bei Gefriergut ist zu beachten, dass Bestandteile, die im Interleaved – Verfahren (im Eismantel) gehandelt werden, um die 30-40% Übergewicht durch Eis/Wasser haben. Das Eis lässt sich mit etwas Wasser abspülen.