Kalbsröllchen

Meine liebe Schwägerin und ihr Mann, haben mir vor Jahren ein neu aufgelegtes Kochbuch aus 1844 geschenkt. „Der Dresdner Koch“ von Johann Friedrich Baumann. Hier geht es um eine Kalbsnuss. Die werden Sie heute nie mehr bekommen. Damit besteht ein leichter Unterschied zu dem „Banananmärchen“ a la DDR. Beziehungen werden Ihnen wenig nutzen. Auch die müssen bezahlt werden. Und zwar mit einem Trinkgeldaufschlag.

Wenn Sie des Lesens Ihrer Ursprache mächtig sind, stellen Sie fest: Herr Baumann hat die Rezepte so geschrieben wie ich. Ohne jede Grammangabe usw..

Herr Baumann zeigt Ihnen aber in dem Rezept, wie Sie das ohne Gas und Strom herstellen. „Kohlen unten und oben“. Das heißt, Sie können Ihr Kasserol auch in ein Lagerfeuer oder Grillkohle stellen.

Falls Sie selbst nicht abspülen, werden Sie die fauchenden Laute Ihrer „Alten“ hören. Geben Sie ihr eine Extraportion des Millionärsfleisches. Die interessieren sich nicht für Energieeinsparung. Das werden Sie in deren Garage sehen.

Sie werden sich jetzt fragen, warum ich Ihnen ein Rezept von 1844 einlege. Ganz einfach. Mit dem Jahreswechsel haben wir 1845 erreicht. Dazu wünsche ich Ihnen natürlich das entsprechende Glück und keinen Einberufungsbefehl für die Ostfront. Denken Sie daran, dort wartet der General Kutusow.

Das ist übrigens der Reschensee.

Ein kleiner Hinweis noch. Die Saisonpause habe ich für zwei oder drei Tage als Angebot in Epub draußen. Danach kostet das einen Euro mehr. Gedruckt bekommen Sie das bei Amazon und BoD.

https://www2.dersaisonkoch.com/product/die-saisonpause-epub/

Vitello tonnato für arme Leute

Vitello tonnato ist eigentlich eine Kaltspeise. In den kalten Wohnzimmern von Heute, werden wir das als warmes Gericht verzehren.

Die aktuellen Preise für Kalb, inklusive Kriegssteuer und schamlosen Wucher gegenüber der eigenen Bevölkerung, liegen so bei 20-60 Euro/kg unpariert.

Gestreckt mit Pökelsalzlake, dürfen Sie in etwa bei Schnitzeln oder „Rouladen“ mit 20 – 30 Euro rechnen. Ich schätze, die Rouladen sind dann schon gefüllt.

Bei pariertem Kalbfleisch landen Sie dann bei unglaublichen 90 Euro. Alles für Ihren Metzger. Selbst Kalbsleber werden Sie kaum unter 30 Euro bekommen. Im Italienischen sind das etwa 300% Aufschlag.

Also, warten Sie am besten, bis es Ihr Metzger eingraben oder in die Tierkörperverwertung schicken kann.

So gut schmeckt Kalb nun auch nicht. Und gesund, naja, das lassen wir mal für einen anderen Beitrag.

Nach der Bearbeitung ist Kalbfleisch in etwa so gesund wie Aspirin oder Ibuprophen. Für manche unentbehrlich.

In Folge dessen, wird Kalbfleisch etwa so gehandelt wie diverse Gewürze. Grammweise.

Gelegentlich können wir uns aber auch vorstellen, wir würden Kalbfleisch essen. Und das ist auch der Tipp für unsere sparsame Küche heute.

Wie Sie wissen, werden unsere Tortellini mit allem gefüllt. Auch angeblich mit Fleisch. Und weil an der Füllung der Fleischer bestenfalls mit Fleisch vorbei gegangen ist, werden wir den Mangel an Eigengeschmack, dem Kalbfleisch zuordnen.

Das Unglaublichste liefert uns aber unser Fischereigewerbe. Die haben keine Öl-und Gaskrise. Energie scheint bei Denen preiswerter als teurer zu werden. Die Fischdosen kosten weniger als vorher. Zauberhand – Europa. Wahrscheinlich liegt das am Diebstahl von Fisch in fremden Gewässern. Früher nannte man das Piraterie. Heute nennt sich das EU-Wirtschaft.

Wie meistens, wird Tonno, also Thunfisch, selten im Salzwasser konserviert. Dafür aber gestützt von den Kriminellen der EU, mit Öl. Das klingt zwar jetzt etwas verworren, ist aber so. Ihr Öl wird im Laden unbezahlbar. In den Konserven hingegen, wird es gestützt. Schildbürger ist dafür ein niedlicher Begriff. Kriminell passt besser. Und wenn die Ihnen das ölige Gesöff noch in den Tank gießen (E 5-7), dann reden wir nicht mehr nur von Kriminellen. Dann sind es schon Verbrecher gegen die Menschheit. Das ist übrigens Denen ihr Gewohnheitssport.

Wir werden in einem Topf die Tortellini kochen. Nehmen Sie bitte nicht die zehnfache Menge Wasser. Das war einmal.

Im Kutter stellen wir uns in der Zwischenzeit, die Thunfischsauce her. Wir kuttern eine Dose Tonno samt Öl, etwas Zwiebel, Salz, Pfeffer, Prise Zucker, ein winziges Schlückchen Brandy oder Weißwein. Zur Würze können, aber müssen wir nicht, eventuell ein zwei Filet vom Anchovis zu geben. Natürlich nur, wenn ein Döschen offen ist. Kapern, gemahlener Lorbeer und/oder etwas Knoblauch, schaden nicht. Es darf auch etwas Senf (minimal) und etwas Tomatenpaste sein.

Sind die Tortellini fertig, gießen Sie die bitte zügig mit einem Topfdeckel ab. Es darf Restfeuchte drin bleiben.

Und jetzt rühren wir zügig unsere Tonnosauce unter.

Jetzt haben Sie Vitello tonnato mit Brot. Was wollen wir mehr?

Ich möchte hier noch Etwas anfügen: In der DDR kostete Kalbfleisch ohne Knochen 12,50 M. Kalbfleisch mussten wir etwas vorbestellen und das gab es nicht immer. Lungenkranke Mitbürger hatten auf Kalbfleisch ein Vorrecht (Bergleute z.b.). Heute ist Kalbfleisch auch für Kranke tabu. Mir scheint, den Lachern von Früher bleibt die Spucke weg.

Wenn Sie mit Fleisch umgehen können, einen Bauern in Ihrer Nähe kennen und bei dem schon immer gekauft haben, dürfen Sie das Kilo für unter zehn Euro ohne 50% Salzwasser kaufen. Das ist mit Knochenanteil. Der liegt bei einem Kalb bei rund 30%.

Wildsuppe mit Ditalini

Wir nehmen das Wildfleisch und lassen das durch die grobe Scheibe des Fleischwolfes. Achten Sie bitte auf die Festigkeit der Überwurfmutter am Fleischwolf. Je fester die angezogen ist, desto besser arbeitet Ihr Wolf. Sonst bekommen Sie leicht Probleme mit den sieben Häuten des Wildes.

Das Fleisch geben Sie in eine Schüssel und würzen das. Ich nehme alle Gewürze als Pulver. Wir wollen Wild essen und nicht auf irgendwelchen Körnern und Blättern herumkauen. Lorbeer, Piment, Pfeffer, Salz, etwas Zucker, Tomatenpaste, etwas Senf, Öl, Speckfett. Je nach Geschmack, können Sie auch pürierte Trockenfrüchte dazu geben. Natürlich haben Sie die zu Hause als Brotaufstrich. Etwas Sofritto können Sie mit dem Fleischwolf herstellen. Nehmen Sie das als Letztes. Das vereinfacht die Reinigung des Wolfes. Der Wolf wird unmittelbar nach Gebrauch gereinigt. Lauwarm – abspülen. Edelstahlmesser und Scheiben können Sie etwas heißer abspülen. Als Fleischwolfmesser sind die nicht so gut geeignet. Die schärfen sich nicht untereinander.

Die Gewürze samt Zutaten werden anständig mit dem Fleisch verknetet. Es muss eine bündige Masse ergeben.

Wir rösten das im Grill an und gießen das Ergebnis im Topf mit etwas Wasser an. Nachdem das aufgekocht hat, geben wir die Ditalini dazu. Die Ditali/Ditalini sind Makkaroni/Penne in Kurzform.

Lassen Sie den Eintopf nach dem Aufkochen, zugedeckt, etwa zehn Minuten auf Stufe eins/zwei Ihrer Induktionskochplatte garen. Ihr Essen ist fertig.

Natürlich können Sie Pilze und andere Zutaten dazu geben. Am besten, Sie bringen alle Zutaten auf die Größe der Körnung des Fleischwolfes. Damit möchte ich sagen, Sie können Alles durch diese Technik schicken. Natürlich können Sie die Suppe mit Rotwein oder dem Alkohol ihrer Wahl (Porto, Marsala oder Vino Santo aus dem Trentino) verfeinern. Den bekommen sie etwas oberhalb von Sarche zu kaufen. In der Bar Miravalle.

So, das Weihnachtsmenü ist fertig

Wenn ich dazu komme, stelle ich Ihnen noch eine Kalkulation rein. Kalkulationen werden für 10 Portionen vorgenommen. Ich möchte Ihnen dabei auch zeigen, was Gastronomen der DDR beherrschen mussten, bevor sie sich als das bezeichneten. Immerhin haben Fehlkalkulationen von einen halben Pfennig auf zehn Portionen, zu recht empfindlichen Strafen führen können. Die Differenz wurde nach Tages- und Wochenumsatz auf zwei Jahre hoch gerechnet. Und das war Ihr Bußgeld. Denn, wer seine Gäste bescheißt, bescheißt auch deren Arbeiter- und Bauernstaat. Würden Sie sich das heutzutage nicht auch wünschen?

Weihnachtsmenü der sparsamen Küche

Fangen wir mit dem Einkauf an. Bei Lidl bekommen Sie Enten für unter drei Euro das Kilo. Ich schätze, die Vorräte sind schnell vergriffen. Bis etwa sieben Euro, sind Sie gut beraten beim Entenkauf. Alles andere ist…naja. Ich spare mir die Worte dazu. Gehen Sie auf junge Ente.

Beim Fisch können Sie gefrorenen Fisch verwenden. Pangasius ist etwa so gut geeignet wie jeder andere Süßwasserfisch.

Champignon frisch bekommen Sie recht preiswert für etwa drei bis fünf Euro je Kilo.

Verbrauch

Pro Menü und Person, benötigen Sie etwa 500 g Gesamteinwaage. Wir haben Feiertag; nehmen also 100g mehr als sonst. Das teilen wir zunächst durch unsere Gänge. Sie werden staunen. Also – durch Sieben! = rund 70 Gramm pro Gang. Mit der Grammangabe sind die Feststoffanteile Ihres Menüs gemeint. Puddings usw. zählen als Feststoffeinheit wie Brot etc.. Getränke und Flüssigkeiten zählen nicht.

Sie werden spüren, 500 g sind ungeheuer viel Essen.

Vorbereitungen

Likör

Liköre stellt man allgemein mit Trocken- oder frischen Früchten her. Sie versetzen die Früchte mit Alkohol Ihrer Wahl, lassen sie einen Monat oder länger ziehen. Danach gießen Sie den Alkohol ab und vermischen die Früchte deckend mit Zucker. Nach etwa einem Monat bekommen Sie einen alkoholischen Sirup, den Sie mit dem bereits abgegossenen Alkohol vermischen.

Es gibt eine Schnellvariante. Sie nutzen Trocken-oder Frischfrüchte (steinlos), kuttern sie zusammen mit Zucker, einem Körnchen Salz und etwas Zitrone, setzen den Grappa zu und warten einen Tag, bis das abgesetzt hat.

Die Ente

Die Ente schneiden Sie in kleinere Stücke. Die kochen Sie kurz in Salzwasser an bis das Fleisch durch ist. Jetzt schneiden Sie das Fleisch mit Haut ab, geben es in eine Schüssel und würzen es nach Ihren Wünschen.

Das ölen Sie in der Schüssel und geben es mit Haut nach oben, in den Grill.

Die Schnellvariante geht besser

Sie trennen von rohen Tier das Fleisch mit Haut. Würzen Sie das zusammen mit dem Öl und mischen es in einer Schüssel gut durch. Jetzt geben Sie die Hautseite nach oben in den Grill – Umluft. Sie können etwas Wasser untergießen. Nicht zu viel bitte.

Kartoffeln

Die können Sie als halbe Pellkartoffeln kochen.

Salsicia/Wurst ohne Darm

Normales Gehacktes vom Schwein, würzen und leicht ölen beim Durchkneten. Sie können Zwiebel oder Knoblauch zusetzen. Es ist Ihr Geschmack.

Tatar vom Fisch

Für das Tatar bereiten Sie eine Marinade im Mixer vor.

Essig, Öl, Zwiebel, saure Gurke (manche mögen Peperoni, Oliven usw. – Ihr Geschmack), Salz, Prise Zucker, Pfeffer. Sie können auch Kräuter zusetzen.

Zubereitung

Tatar vom Fisch

Den gefrorenen Fisch lassen Sie nur kurz unter Wasser an der Oberfläche abtauen (den Eismantel). Die tiefe Temperatur benötigen Sie zur weiteren Verarbeitung im Kutter. Damit bekommen Sie schöne kleine Körner, die der Verarbeitung in einem Fleischwolf ähneln.

Der Fisch wird jetzt ohne Zutat lediglich kurz gekuttert. Die Marinade rühren Sie jetzt unter und kneten das Ganze zusammen, bis eine Art Bindung entsteht. Sie spüren das. Das Ergebnis können Sie in eine kleine Schale, Tasse oder ein ähnliches Gefäß drücken. Köche sagen dazu Timbal. Der Fisch mariniert jetzt. Geben Sie ihm eine Stunde Zeit. Wenn Sie einen leichten oder strengeren Rauchgeschmack wünschen, können Sie dem Tatar auch Rauchlachs oder andere geräucherte Fische vor dem Kuttern zusetzen.

Schaumsuppe von Apfel und Karotten

Die Schaumsuppe ist eigentlich eine Sekundensache. Die machen wir schon im Blixer fertig. Kalt. Wir würzen und setzen auch etwas Fett zu. Sie können, müssen aber nicht, etwas Bindung dazu geben. Tun Sie das mit Kartoffelflocken. Den Schaum erreichen Sie unter Zugabe von geschlagener Sahne beim Servieren. Ich persönlich bin kein Freund dieser Art Suppe. Mir reicht die Suppe ohne Sahne, aber mit etwas Butter. Salz, Muskat, Prise Zucker reicht.

Salsica – Risotto

Risotto hatten wir schon ziemlich oft als Thema. Ich bevorzuge Parboiled Reis. Damit wird der Biss gleichmäßiger. Kochen Sie den einen Tag vor, müssen Sie 1:1,5 (Wasser) nehmen. Ansonsten nehmen Sie 1:1,8 bis 2,0. Die Zugabe von Karotten, Zwiebel oder Lauch und Sellerie (Sofritto) können Sie in Püreeform vornehmen. Mixen Sie einfach ihre Brühe/Wasser mit dem Gemüse. Je kleiner, desto besser. Sie müssen das Gemüse mit dem Reis gar bekommen. Natürlich können Sie Wein zur Flüssigkeit rechnen wie auch ihre Trockenbrühe. Die Hackmasse für die Salsicia streichen sie komplett auf Ihr Backblech vom Grill. Natürlich gewürzt. Wie Sie Hackmasse herstellen, haben wir schon unter Fleisch behandelt. Beim Kuttern ist auf eine sehr tiefe Temperatur zu achten. Bei der Verarbeitung im Fleischwolf, ebenfalls. Die Fasern, Häute und Sehnen des warmes Fleisches blockieren die Messer. Mit warmem Fleisch, ruinieren Sie höchstens Ihre Technik und Ihr Gebiss. Achten Sie darauf, dass die Messer des Fleischwolfes wirklich fest aneinander reiben. Sie hören das bisweilen. Der Fleischwolf wird ziemlich warm/heiß bei seiner Arbeit.

Dann ist er richtig zusammen gebaut. Am Fleischwolf arbeitet man ziemlich flott. Alles muss vorbereitet sein. Würzen Sie ihre Salsicia wie Sie wollen. Ich nehme Salz, Pfeffer, Kümmelöl, Zwiebelpüree, etwas Majoran und minimal Knoblauchöl.

Ein Schlückchen Kirschlikör vom Grappa

Der vorbereitete Kirschlikör hat jetzt abgesetzt. Sie können ihn dekantieren. Natürlich können Sie den auch naturtrüb trinken. Das schmeckt etwas besser, finde ich. Beachten Sie, süße Flüssigkeiten wie Liköre, Eis, Sorbets usw., sind als feste Speise zu rechnen.

Karfiol überbacken

Den Karfiol habe ich oberhalb der Kartoffeln mit gedämpft. Sie werden doch keine drei Töpfe nehmen, um ein Essen herzustellen.

Sie geben in Ihren Kleinmixer/Kleinkuttervorsatz ein Ei, etwas Sahne, Käse Ihrer Wahl, Salz, Muskat, Prise Zucker und mixen das zu einer Creme. In dieser Creme wälzen Sie Ihren gut abgetropften Blumenkohl. Sie können dieser Creme auch etwas Semmelmehl zusetzen. Das erhöht die Bindung etwas. Nun ab in den Grill mit Umluft.

Ente gegrillt zu Champignons und Sandkartoffeln

Die marinierten Entenstücke geben Sie zusammen mit halbierten gewürzten, geölten Champignons aufs Blech. Unter diesem Blech erwärmen Sie die Kartoffeln, die Sie in Spalten oder Stücke geschnitten haben. Aber; bevor Sie die Kartoffeln zugeben, werden Sie aus diesen Kartoffeln, Sandkartoffeln herstellen. Das geht recht einfach. Sie lösen etwas Butter auf, wälzen die Kartoffelstücke mit etwas Salz darin und geben das in eine Schüssel mit Semmelbröseln. Sie panieren die Kartoffeln, indem Sie die Schüssel etwas schwingen. Nun legen Sie die panierten Stücke auf ein Blech und geben das in den Grill unter die Entenstücke. Der Grill läuft mit Umluft bitte.

Ein cremiges Schoko – Nougatmousse

Das cremige Mousse ist eine Kombination aus Pudding und Mousse. Erfunden habe ich das sicher nicht. Also, kein Lob. Sie müssen sich bei mir nicht einkratzen. Sie haben jetzt zwei Möglichkeiten. Sie schlagen ein Eiweiß (das können Sie bei dem Blumenkohl schon trennen) mit Zucker und etwas Salz steif. Zuvor haben Sie einen kleinen Schokopudding mit Nougatzugabe gekocht. Das Nougat möchten Sie bitte dem Pudding nach dem Kochen zufügen. Der Pudding darf abgekühlt sein. Sie haben jetzt die Möglichkeit, dem Eiweiß zu zuarbeiten oder das Eiweiß dem Pudding unter zu heben. Um die Temperatur des Puddings zu senken, können Sie ihre Spüle nutzen. Geben Sie etwas kaltes Wasser hinein und, wenn Sie haben, ein paar Eisstücke. Die Creme können Sie schwimmend in einer Schüssel unter Rühren, ziemlich flott abkühlen. Nehmen Sie bitte keine Plastikschüssel und schon gar keine zu kleine-. Ein Topf geht auch. Der Schneebesenvorsatz Ihres Mixstabes macht den Rest. Drehen sie nicht zu schnell. Bis zum Vorrichten im Frühjahr ist noch reichlich Zeit.

Übrigens: Bei der Rechtschreibprüfung des Artikels

hat mir das Programm statt Kleinkuttervorsatz –

Kleinmuttervorsatz angeboten. Wenn Sie also so Etwas zu Hause haben, dürfen Sie das gern verwenden:-))

Zwischenbericht für das Menü-Einkauf und Vorbereitungen

Weihnachtsmenü der sparsamen Küche

Fangen wir mit dem Einkauf an. Bei Lidl bekommen Sie Enten für unter drei Euro das Kilo. Ich schätze, die Vorräte sind schnell vergriffen. Bis etwa sieben Euro, sind Sie gut beraten beim Entenkauf. Alles andere ist…naja. Ich spare mir die Worte dazu. Gehen Sie auf junge Ente.

Beim Fisch können Sie gefrorenen Fisch verwenden. Pangasius ist etwa so gut geeignet wie jeder andere Süßwasserfisch.

Champignon frisch bekommen Sie recht preiswert für etwa drei bis fünf Euro je Kilo.

Verbrauch

Pro Menü und Person, benötigen Sie etwa 500 g Gesamteinwage. Wir haben Feiertag; nehmen also 100g mehr als sonst. Das teilen wir zunächst durch unsere Gänge. Sie werden staunen. Also – durch Sieben! = rund 70 Gramm pro Gang. Mit der Grammangabe sind die Feststoffanteile Ihres Menüs gemeint. Puddings usw. zählen als Feststoffeinheit wie Brot etc.. Getränke und Flüssigkeiten zählen nicht.

Sie werden spüren, 500 g sind ungeheuer viel Essen.

Vorbereitungen

Likör

Liköre stellt man allgemein mit Trocken- oder frischen Früchten her. Sie versetzen die Früchte mit Alkohol Ihrer Wahl, lassen sie einen Monat oder länger ziehen. Danach gießen Sie den Alkohol ab und vermischen die Früchte deckend mit Zucker. Nach etwa einem Monat bekommen Sie einen alkoholischen Sirup, den Sie mit dem bereits abgegossenen Alkohl vermischen.

Es gibt eine Schnellvariante. Sie nutzen Trocken-oder Frischfrüchte (steinlos), kuttern sie zusammen mit Zucker, einem Körnchen Salz und etwas Zitrone, setzen den Grappa zu und warten einen Tag, bis das abgesetzt hat.

Die Ente

Die Ente schneiden Sie in kleinere Stücke. Die kochen Sie kurz in Salzwasser an bis das Fleisch durch ist. Jetzt schneiden Sie das Fleisch mit Haut ab, geben es in eine Schüssel und würzen es nach Ihren Wünschen.

Das ölen Sie und geben es mit Haut nach oben, in den Grill.

Die Schnellvariante geht besser

Sie trennen von rohen Tier das Fleisch mit Haut. Würzen Sie das zusammen mit Öl und mischen es in einer Schüssel gut durch. Jetzt geben Sie die Hautseite nach oben in den Grill – Umluft. Sie können etwas Wasser untergießen. Nicht zu viel bitte.

Kartoffeln

Die können Sie als halbe Pellkartoffeln kochen.

Salsicia/Wurst ohne Darm

Normales Gehacktes vom Schwein, würzen und leicht ölen beim Durchkneten.

Tatar vom Fisch

Für das Tatar bereiten Sie eine Marinade im Mixer vor.

Essig, Öl, Zwiebel, saure Gurke (manche mögen Peperoni, Oliven usw. – Ihr Geschmack), Salz, prise Zucker, Pfeffer. Sie können auch Kräuter zusetzen.

Zubereitung

Tatar vom Fisch

Den gefrorenen Fisch lassen Sie nur kurz unter Wasser an der Oberfläche auftauen. Die tiefe Temperatur benötigen Sie zur weiteren Verarbeitung im Kutter. Damit bekommen Sie schöne kleine Körner, die der Verarbeitung in einem Fleischwolf ähneln.

Der Fisch wird jetzt ohne Zutat lediglich kurz gekuttert. Die Marinade rühren Sie jetzt unter und kneten das Ganze zusammen, bis eine Art Bindung entsteht. Sie spüren das. Das Ergebnis können Sie in eine kleine Schale, Tasse oder ein ähnliches Gefäß drücken. Köche sagen dazu Timbal. Der Fisch mariniert jetzt. Geben Sie ihm eine Stunde Zeit. Wenn Sie einen leichten oder strengeren Rauchgeschmack wünschen, können Sie dem Tatar auch Rauchlachs oder andere geräucherte Fische zusetzen.

Schaumsuppe von Apfel und Karotten

Salsica – Risotto

Ein Schlückchen Kirschlikör vom Grappa

Karfiol überbacken

Ente gegrillt zu Champignons und Sandkartoffeln

Ein cremiges Schoko – Nougatmousse

Weihnachtsmenü der sparsamen Küche

Natürlich dürfen auch arme Leute Weihnachten feiern. Ein nicht unerheblicher Teil unserer Mitbürger feiern Weihnachten in der Essensausgabe der Armenküche. Ich weiß, man bezeichnet das heute etwas humaner. Wir sollen den Eindruck bekommen, dabei handelt es sich um ein Restaurant.

Und jetzt ein kleiner Vergleich zum Erzgebirge. Wie Sie wissen, lebten dort unter den Bedingungen, die Sie aktuell haben, Bergleute, Industriearbeiter und Weber. Zu Weihnachten hat man dort entweder eine grüne Bratwurst mit Salzkartoffeln und Sauerkraut oder einen gebratenen Hering (auch gewässerten Salzhering) mit Salzkartoffeln verzehrt. Es durfte etwas Butter oder Leinöl mit serviert werden. Und wenn Sie besonderes Glück hatten, lag unter dem Gabentisch der Einberufungsbefehl für irgendeinen Krieg.

Die Zubereitung dieses Menüs werde ich Ihnen die Tage nachreichen. Das Menü ist dafür gedacht, sich derweil im Angebot, die Rohstoffe zu versorgen. Ich habe zum Beispiel, Porcini für keine 7.-€ entdeckt. Das heißt, einzelne Bestandteile des Menüs, können Sie ohne Probleme mit Produkten aus den Angeboten ersetzen.

Ich verspreche Ihnen, Sie werden pro Person, keine 5.-€ Kosten überschreiten.

Tatar vom Fisch

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Schaumsuppe von Apfel und Karotten

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Salsica – Risotto

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Ein Schlückchen Kirschlikör vom Grappa

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Karfiol überbacken

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Ente gegrillt zu Champignons und Sandkartoffeln

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Ein cremiges Schoko – Nougatmousse