Jus, Fond, Bratensaft

Die farbige Brühe wird fürs Schmoren verwendet und mit Wurzelgemüse gewürzt. Der Bratensaft verleiht der braunen Grundsauce Geschmack, während das Gemüse zusammen mit weiteren Zutaten püriert wird. Eine gebundene Sauce sollte nicht beim Schmoren hinzugefügt werden. Bindemittel wie Dunst oder Kartoffeln können zur Abwechslung verwendet werden.

Das ist die farbige Variante von Brühe. Diese Zubereitung wird zum Schmoren verwendet und nachträglich gebunden.

Zu Knochen oder Fleisch wird reichlich Wurzelgemüse (Sofritto) gut gegrillt/gebraten mit geschmort. Die Farbgebung ist wichtig. Gewürzt wird sparsam. Weil Bratensaft an sich vom Braten genug Gewürz bekommt. Mit dem Bratensaft gibt man der braunen Grundsauce den Geschmack. Heute wird das zumeist in einem Arbeitsgang erledigt. Das heißt, aus dem Fond wird die gebundene Braune Grundsauce hergestellt. Leider geht der Jus nicht für Gemüse und Fisch. Aus dem Grund, habe ich Ihnen das getrennt und die farbige Grundsauce ohne Mirboix (Wurzelgemüse) gezeigt.

Das Wurzelgemüse geben Sie zusammen mit Senf, Tomatenpaste, Salz, Pfeffer, Zucker in den Blixer (Kutter) und blixen das bis zur Paste. Diese Paste können Sie dem Braten direkt beim Anbraten zusetzen oder extern im Grill passend bräunen. Früher haben wir das Gemüse in grobe Stücke geschnitten, geschmort und damit wertvollen Geschmack verschenkt.

Die fertige Sauce erhält auf diese Art einen Teil der Bindung und Deckkraft. Beim Schmoren ist die Zugabe von gebundener Sauce nicht ratsam. Gebundene Sauce neigt zum Anbrennen und Ansetzen. Außerdem verliert die Sauce die Bindung.

Um einen Bratensaft zu binden, können Sie Dunst (das wirkt etwas aufhellend), Stärke (wirkt etwas glasig – nicht deckend), Kartoffel als Püree oder frisch, fein – geblendete Kartoffel zugeben. Diese Zugabe wirkt etwas deckend und braucht etwa 5 Minuten Zeit zum Nachziehen. Die frische Kartoffel wirkt dann wie getrocknete Kartoffelflocken für Püree. Mit Dunst meine ich sämtliche Zubereitungen inklusive Mais – und Reis – und Hülsenfrüchtemehl. Jedes Getreide wirkt auf seine Art (Aussehen) farb – und geschmacksgebend.

Braune/dunkle Grundsaucen – klassisch

Braune Grundsaucen sind einfach herzustellen. Zunächst wird eine Paste aus Öl, Tomatenpaste, Senf, Mehl, Stärke, Zucker, Salz und Pfeffer erzeugt. Diese Paste wird in einem heißen Topf dunkelbraun angebraten, dann mit Brühe oder Wasser abgelöscht. Anschließend wird sie für drei Minuten gekocht, um die Sauce zu binden.

Braune Grundsaucen sind heute eigentlich leicht herstellbar.

Zunächst stellen wir uns dafür eine Basis her. Jus in der Fachsprache. Gemeint ist brauner Bratensaft. Jus ist eigentlich ungebunden. Den Vorgang können wir in dem Fall überspringen.

Wir geben in den Blixer Öl, Tomatenpaste, Senf, Mehl oder Dunst, etwas Stärke, Zucker, Salz, Pfeffer (Grundzutaten). Das kuttern wir bis zur Paste. Die Paste können wir auch etwas auf Vorrat zubereiten. Die lässt sich in einem verschließbaren Glasbehälter gut lagern. Sie muss nicht unbedingt kalt stehen.

Diese Paste geben wir in einen heißen Topf. Verteilen das recht sparsam und warten, bis die Paste eine recht dunkelbraune/schwarzbraune Farbe angenommen hat.

Jetzt können wir mit Brühe oder Wasser ablöschen und unter Umrühren, binden lassen. Dabei lassen wir die Sauce bei kleiner Flamme, etwa drei Minuten nachkochen. Die Kleber der Stärke und des Mehls werden so frei gesetzt und binden die Sauce. Der mehlige Geschmack verschwindet auf die Art.

Wasser zum Ablöschen benutzen wir, wenn wir Fleisch einlegen. Die Sauce bekommt dann das Aroma des jeweiligen Fleisches.

Brühe benutzen wir, wenn wir die Sauce mit einem eigenen Aroma versehen wollen und/oder als neutrale Sauce zu einer Fleischauswahl reichen. In dem Fall, wird das Gargut in die Sauce eingelegt wie beschrieben und bei max. 75°C gar gezogen.

Universalsaucen/Grundsaucen heute

Universalsaucen sind vielseitige Saucen für verschiedene Speisen wie Gemüse, Fisch oder Fleisch. Durch das Einlegen der Zutaten in die Sauce entwickeln sie ihren Charakter. Kurz gegart bei 75-85 Grad Celsius, bleiben die Zutaten saftig und aromatisch. Dies verhindert zähe Textur und den Verlust wertvoller Röstaromen.

Unter Universalsauce verstehen wir Saucen, die für alle Speisen geeignet sind. Egal ob für Gemüse, Fisch oder Fleisch.

Den endgültigen Charakter der Sauce, passend zu jeder Zutat, erreichen wir, indem wir die jeweilige Zutat in die Sauce einlegen.

Diese Saucen sind besonders für Speisen geeignet, die kurzfristig und schonend gegart werden.

Am besten, Sie braten, grillen, dämpfen oder kochen Fleisch, Fisch oder Gemüse hochgradig kurz an und geben das dann in die jeweilige Sauce. Die Zutat darf Innen noch unfertig (roh) sein.

Mit der Sauce haben Sie jetzt die Möglichkeit, Ihre Hauptzutat bei niedriger Temperatur, schonend und Geschmack gebend, fertig zu garen. Der Fachmann spricht vom Nachziehen. Statt also Ihr Kurzgebratenes in einer Folie nachziehen zu lassen, nutzen Sie die Sauce. Die beste Temperatur ist zwischen 75 und 85 Grad Celsius. Die Sauce darf nicht kochen beim Einlegen der Zutaten.

Der Vorteil liegt in der fertigen, gebundenen Sauce. Geben Sie Fleisch oder andere Zutaten in Wasser oder wässrige Flüssigkeiten, wird die jeweilige Zutat zäh, strohig und hart. Ab dann, müsste die Zutat geschmort werden. Wässrige Flüssigkeiten waschen das Eiweiß aus ihrem Gargut.

In einer Folie zum Nachziehen verlieren Sie den Saft des Gargutes und wertvolle Röstaromen auch. Aber der eigene Saft härtet das Gargut nicht. Es hilft beim Garziehen. Den Verlust können Sie ausgleichen, wenn Sie den gewonnenen Saft in die Universalsauce einrühren. Sie erreichen damit fast den gleichen Effekt wie Vorher beschrieben.

Einleitung – Vorwort

Das klassische Kochbuch unterteilt Saucen in Grundsaucen und Ableitungen, darunter braune und weiße Saucen sowie Dressings. Technologische Fortschritte haben die Herstellung verändert, sodass Saucen effizienter im Blender zubereitet werden. Die neue Kategorisierung umfasst verschiedene Saucentypen basierend auf Verwendung, während die Verdaulichkeit und Nährwerte durch moderne Techniken verbessert werden.

Im klassischen Kochbuch für Profis unterteilen wir die Saucen in Grundsaucen und deren Ableitungen.

Braune Grundsauce

Weiße Grundsauce

Bechamel (weiße Grundsauce auf Milchbasis)

Warm aufgeschlagene Sauce (Emulsion)

Kalt aufgeschlagene Sauce (Emulsion)

Später wurde Tomatensauce als Grundsauce und eigenständige Sauce dazu gefügt.

Dressings fallen allgemein unter kalt oder warm aufgeschlagene Saucen. Meist emulgiert. Hier haben sich aber neue Möglichkeiten der Herstellung entwickelt. Vor allem, Kalorien reduzierte Verfahren.

Die gab es zwar früher auch schon. Nur wurden die selten oder nie erwähnt.

Sie unterschieden sich hauptsächlich der Farbe wegen. Wenn es danach ginge, müssten wir heute noch hunderte andere Farben hinzu fügen. Wir könnten sie auch als helle, farbige und dunkle Sauce charakterisieren. Das wäre zumindest eine farbige Benennung. Der zweite Unterschied ist die Art der Fertigung. Zum Beispiel auf Basis von Brühe, Bratensaft, Milch, Wein oder Wasser, usw..

Aktuell fertigen wir die Saucen im Blender und Blixer. Dabei muss ich sagen, nahezu alle Saucen sind heute emulgierte Saucen. Die Gliederung ist heute schon fast hinfällig. Sie würde uns von emulgierten – bis zu Püreesaucen führen. Ich würde des Grundsatzes halber mal eine neue Kategorisierung vorschlagen. Oder, zumindest gebrauchen, um uns den Überblick zu verschaffen. Der Grund für die neue Kategorisierung ist einfach der technische Fortschritt. Und genau diesem Thema ist mein Kochbuch gewidmet.

Vorläufig kategorisiere ich die Saucen in:

Allgemeine Sauce (für Alles), Sauce für Fleisch, Sauce für Fisch, Sauce für Gemüse, Sauce für Beilagen, Sauce für Salate (Dressing)

In der Anlehnung zur klassischen Saucenherstellung, fällt es uns heute leicht, die entsprechende Sauce zu charakterisieren. Wir müssen nur die jeweiligen Abschnitte der verwendeten Rohstoffe bis zur Glätte blenden (mixen). Das Verfahren erspart uns ewig lange Kochzeiten und liefert trotzdem den besseren Geschmack und Anblick.

Die Glasigkeit der Sauce wird verhindert. Früher setzten wir dafür etwas Mehl ein. So bekam die Sauce einen stumpfen, aber vollen Farbcharakter. In Verbindung mit Stärke, wurde der Sauce wieder etwas Glanz verliehen. Daraus ergibt sich aber ein Nachteil. Die Sauce wirkt etwas überbunden. Pudding ähnlich. Mit der Erfindung des Mixstabes, konnten wir diese zu starken Bindungen wieder dosiert brechen. Sie sehen, es geht um Zeit- und Energieaufwand. Mehl und Stärke wird heute sparsamer eingesetzt als früher. Ganz einfach; weil man nicht mehr so viel benötigt.

Dazu erhalten wir heute eine Aufwertung der Sauce. Wir können Frischanteile mit Grundsaucen mixen, um diese bei Bedarf, schonend zu erwärmen. Das wirkt positiv auf den Nährwert Ihrer Speisen. In Bezug auf Mineralien und Vitamine. Und das bei gleichzeitiger Einsparung von Kalorien. Wir geben in die Sauce – Füllstoffe und erzielen damit den geschmacklichen und optischen Effekt.

Zu den genannten Effekten, verbessern wir die Verdaulichkeit unserer Zutaten. Zauberwort – Ballaststoffe.

Ab diesem Punkt ist die Suppe nicht mehr weit entfernt. Alle Saucen können wir heute auch als Suppe zubereiten.

Gurken-Apfelsalat

Im Sommer und Herbst kann man einen frischen Salat mit Freilandgurken und frisch geernteten Äpfeln genießen. Beide Zutaten sollten geschält und grob gerieben werden. Die festfleischigen Gurken nehmen Gewürze besser auf. Der Salat wird mit Salz, Pfeffer, Zucker, Essig und Öl gewürzt.

Im Sommer und Herbst, kann man den Salat frisch genießen. Am besten eignen sich Freilandgurken und frisch geerntete Äpfel. Beide Zutaten müssen geschält werden. Wir reiben die in der groben (Spätzle-) Scheibe. Die kriechenden Gurken haben ein festeres Fleisch, das nicht so wässrig ist. Dadurch nehmen die Gurken besser Gewürze an.

Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer, etwas Zucker, Essig Ihrer Wahl und etwas Öl.

Kräutertabak

Wie Sie von mir wissen, sammle ich den Großteil meiner Kräuter. Natürlich auch den Feld- bzw. Bauerntabak (Machorka). Ich kenne davon reichlich Plätze. Die fand ich stets bei meinen Rundfahrten. Bauerntabak ist winter- aber nicht besonders frostfest. Aber mehrjährig. Der Nachteil: Bauerntabak hat ziemlich feste Stiele. Damit auch recht wenig Ertrag. Ich habe viele Jahre probiert, die Stiele irgendwie zu verwerten. Die Lösung habe ich jetzt gefunden.

Generell wasche ich Feldtabak. Allein wegen des Feldstaubes, der bei der Bodenbearbeitung anfällt. Die Stiele habe ich bis jetzt entfernt und getrocknet. Danach mit Rum eingeweicht und mehrmals abgegossen. Das nimmt in etwa ein Viertel bis ein Halbes Jahr in Anspruch. Schließlich muss auch das recht hohe Nikotin weg. Jetzt das Rezept:

Sie schneiden die Stiele nach dem Ziehen in 2-3 cm lange Stücke und kochen sie. Sie können das Wasser auch würzen. Mit Vanille oder dem Aroma und etwas Zucker. Nach dem Abkühlen geben sie die gesamte Flüssigkeit und etwas Wasser extra in Ihren Blender. Bei nicht zu hoher Geschwindigkeit erhalten Sie die Fasern der Stiele. Sie sehen in etwa aus wie sehr dünn geschnittener Tabak oder Maishaare. Genau die lassen sich sehr gut mit dem Kräutertabak mischen. Den Tabak können Sie nach dem Mischen mit den Kräutern in der Mikrowelle bei max. 1000 Watt trocknen. Ein bis zwei Gänge a zwei Minuten reichen. Jetzt haben Sie einen recht vollwertigen Kräutertabak.

Michaela vom …ich kann es kaum aussprechen…Berlin-Magazin

…hält für Sie das Tiramisu-Rezept bereit. Im Grunde ist das ein Eier-Frischkäse-Rezept. Unsere slawischen Freunde kennen Marcarpone als Smetana. Im Zuge diverser EU-Eierskandale wurden Eier massiv – medial verpönt. Das hält bis heute an. Ich setze Eier für Eis ein. Italien hat eine wirklich feine Eierkultur. Das Ei ist hier heilig. Bisweilen ersetzen Köche das Ei. Es gibt hunderte Methoden, das zu tun. Das Rezept ist einfach und trotzdem schwer, wenn man die Regeln nicht beachtet.

Kiwisofteis – milchfrei – fettarm, zuckerarm

Das Eis eignet sich nicht zum Einfrieren. Das muss sofort verzehrt werden.

Wir nehmen eine große oder zwei kleine geschälte Kiwi, drei Eigelb und einen kleinen Schluck Wasser. Das geben wir in den Blender mit einer Spitze von einer Messerspitze Guarkernmehl. Wenn Sie das nicht haben, reicht ein recht fester Gulli (Pudding ohne Milch) von Kartoffel- oder Maisstärke (oder Puddingpulver). Das müssen Sie aber zum Schluss mit dem steifen Eiweiß einrühren.

Die drei Eiweiß schlagen Sie mit einer Prise Salz und Zucker/Vanillezucker oder -auszug (falls Sie keinen Vanillepudding verwenden) steif.

Den Blenderinhalt geben Sie anfangs schluckweise, später komplett unter Rühren dazu.

In der Eismaschine dauert das Eis etwa 35 Minuten für einen halben Liter.

Kaffee-Yoghurt-Eiscreme

Die einfachste Methode wäre, direkt Kaffeeyoghurt zu nehmen. Ich habe Naturyoghurt genommen und den mit Instantkaffee angereichert. Dazu geben Sie 3 Eigelb, 1/3 der Gesamtmasse – Nußöl, ein bis zwei Teelöffel Instantkaffee und eine Messerspitze Guarkernmehl. Das mixen Sie im Blender.

In die 3 Eiweiß geben Sie eine Prise Salz und Zucker. Das schlagen Sie steif. Das Rühren Sie dem Blenderinhalt unter.

Die recht schaumige Masse geben Sie in Ihre Eismaschine. Meine Mischung war in 25 Minuten fertig. Ich habe in der Maschine zwei Gänge nacheinander zubereitet für etwa einen Liter Eis. Gesamt 50 Minuten. Als Softeis können Sie das sofort essen. Für Streicheis geben Sie das Eis für ein – zwei Stunden in das Gefrierfach.

Fertig.