Erbseneintopf

Vom Erbseneintopf gibt es zwei Varianten. Entweder koche ich den Eintopf aus getrockneten, geschälten halben Erbsen oder aus frischen. Die Zubereitung aus getrockneten Erbsen dauert in etwa eine Stunde und die aus frischen Erbsen, zehn bis fünfzehn Minuten. Die Zubereitung ist in beiden Fällen gleich.

Zunächst braten wir klein geschnittenes Selchfleisch mit Zwiebel an. Dann geben wir Erbsen und Kartoffelstückchen dazu und lassen das Ganze kochen bis die Kartoffeln oder die getrockneten Erbsen weich sind. Abgeschmeckt wird mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und Majoran.

Im Falle der getrockneten Erbsen werden die Kartoffelstückchen etwas gröber geschnitten. Sie zerkochen und binden damit den Erbseneintopf. Diese Variante wird vornehmlich als Suppe verzehrt.

Der Eintopf aus frischen Erbsen hingegen, kann sowohl als Suppe oder als eine Art Ragout serviert werden.

Getrocknete Erbsen/Spalterbsen usw., weicht man am besten vorher ein. Das spart Energie und verkürzt die Kochzeit erheblich.

Statt mit Kartoffelstücken, kann der Eintopf auch mit Kartoffelflocken gebunden werden. Kartoffelflocken werden aus getrockneten mehligen Kartoffeln im Walz- oder Sprühverfahren hergestellt. Sie ergeben eine wirklich sämige Suppe.

Verlorene Eier

Verlorene Eier – zweite Variante

Mal wieder verlorene Eier. Dieses Mal als wirkliche Sparsame Küche.

Als Beilage wählen wir Salzkartoffeln. Die schälen wir dünn. Köche können das mit einem scharfen Messer, das eine leicht gebogene Schneide hat.

Benötigt wird ein Grill mit einem KW Leistung und eine Induktionsplatte. Für mich ist das die Grundausstattung der einfachen Küche zu Hause. Mehr braucht es nicht. Naja. Zwei oder drei einfache Töpfe in verschiedenen Größen. In denen braten wir auch zu Hause. Das spritzt nicht so wie in Pfannen.

Die geschälten Kartoffeln schneiden wir uns in Scheiben. Ein Zentimeter Dicke reicht. Natürlich gehen auch kleinere Stücke. Wichtig ist, je kleiner, desto schneller sind sie gar. Bei den Strompreisen heute, denkt vielleicht ein Mancher an Millimeterstücke. Heute drehen sich die Stromzähler zwanzig Mal schneller als vor zwei Jahren. Ihre Finanzamtler und Stromdealer haben sich schon die neueste SUV – Variante des Mercedes bestellt. Mit sämtlichem Luxusinventar natürlich. Die Nutten haben sich deswegen sogar die Arslöcher zu plombiert. Jetzt riecht es auch etwas besser in den SUV‘s. Dem Nuttengeruch folgt jetzt der Angstschweiß. Und der stinkt erbärmlich.

In der Zeit, bis die Kartoffeln gar sind, bereiten wir uns die Sauce kalt vor. Wir mixen etwas Essig mit Speck (in dünnen Scheiben und Stücken davon oder mit Speckfett), Senf, Salz, Pfeffer, Zucker, Piment, Lorbeer (die Gewürze können ganz sein), Zwiebel in Stücken, Wasser, doppelgriffigem Mehl und vielleicht etwas gekörnter Brühe (die ist nicht notwendig, wenn Sie Karotten, Sellerie und etwas Speisewürze zusetzen). Die Brühe haben wir uns schon selbst zurecht gemacht. Natürlich im Sommer – wann sonst? Wir lassen das die Sonne trocknen, nicht den Backofen. Noch ist die Sonne kostenlos. Warten wir ab. Sie werden schon bald für einen Furz CO-2-Steuer bezahlen. Bei den Volltrotteln im EU-Parlament, sicher.

Die Kartoffeln sind fertig. Jetzt geben wir den Mixerinhalt in einen Topf und lassen den auf Stufe Sechs der Induktion unter Rühren, aufkochen. Die Sauce ist in zwei Minuten fertig.

Den Topfinhalt gießen wir auf unser Grillblech. Wir haben 35 mm – hohe Grillbleche. Die sind gut geeignet.

Da rein schlagen wir die Eier. Schön nebeneinander, bitte. Den Grill betreiben wir unter Vollast, 200 ° aufwärts und geben das Blech in die Mitte. Zehn Minuten reichen. Fertig.

Sie dürfen Kräuter zusetzen. Auf unserem Balkon wachsen die noch. Ansonsten müssen Sie die eben auf die Innenseite Ihrer Fensterbank evakuieren.

Übrigens: Aus unseren grünen Ochsenherzentomaten, sind in unserem unbeleuchtetem Bad binnen fünf Tagen, reife, rote, wohl schmeckende Tomaten geworden:-))

Kleine Zugabe:

Zum Heizen Ihres Wohnzimmers sind deutsche Fernseher besonders gut geeignet. Wenn Sie darauf achten, heizt Ihr Fernseher in Betrieb den Raum mit permanent 150-250 Watt. Je nach Größe. Und wenn der Winter besonders hart würde, saufen Sie eben beim Fernsehglotzen, drei-vier-fünf Gläschen Grog:-))

Alkohol scheint der einzige Sprit zu sein, der nicht teurer wird. Und keine Angst. Ihr Chef merkt das nicht, wenn Sie besoffen sind.

Kleiner Lacher zum Schluss: Das Korrekturprogramm gibt mir als Ersatz für Speisewürze…..Speisefürze als Vorschlag:-))

Nun wissen wir wenigstens, von was die Autoren dieses Tools – furzen. Vielleicht sollten sie sich mal ein anderes Lokal oder eine andere Frau zulegen:-))

Fruchtsirup fertig stellen

Nachdem wir das ganze Jahr unsere Balkonernte eingezuckert und püriert haben, werden wir uns jetzt der Herstellung von Sirup widmen.

Unsere Winter in den Alpen kennzeichnen sich durch eine ziemlich trockene Luft. Mit einer elektrischen Heizung verstärkt sich dieser Effekt noch besonders.

Wir sind also angehalten, etwas mehr zu trinken. Die Luftbefeuchtung zusammen mit der Heizung ist nach der Verzwanzigfachung der Strompreise, wirtschaftlich nicht mehr leistbar. Wir liefern natürlich unseren überschüssigen Strom an unsere Freunde an der Ostfront – Heil.

In kalten Wohnungen verdunstet Wasser auch besonders schlecht. In dem Sinne, haben wir uns auf das Saufen eingeschworen. Wer weiß, ob wir das unseren Freunden an der Ostfront – Heil nicht auch noch liefern müssen. Wir müssen uns also auf das Verstecken unserer Früchte im unterirdischen Bereich des Gartens vorbereiten.

Nachdem wir uns nun das Laub unserer Balkonernte in die Zigaretten stopfen, werden wir uns die Früchte hinter die Binde gießen.

Aus den restlichen zwei Litern Fruchtkonzentrat werden nach der Bearbeitung etwa vier bis fünf Liter Sirup naturtrüb. Wir könnten das Ergebnis zwar auch filtern oder klären. Aber darauf verzichte ich. Schließlich benötigen wir auch etwas Festes im Magen. Auch, wenn es nicht besonders lange im Magen verbleibt.

In unser Fruchtkonzentrat hatte ich schon Zitrone mit eingearbeitet. Die Zugabe beim Sirup kochen ist deshalb nicht notwendig.

Beim Aufkochen können wir noch etwas Zucker dazu geben, falls notwendig. Beachten Sie bitte, der Sirup muss entschäumt werden. Wir entschäumen aber nicht chemisch, sondern mit einer Schaumkelle oder einem Sieb. Der Schaum bildet sich an der Oberfläche des Topfinhaltes. Sie müssen also nicht suchen; nur schnell sein. Auch Früchte bilden ein Eiweiß. Das behindert die Konservierung erheblich und verkürzt die Lebensdauer des Sirups.

Beim Entschäumen entfernen wir leider auch ein paar Ballaststoffe. Aber, in Notzeiten sind wir vielleicht dankbar dafür. Damit verbleibt die zu uns genommene Nahrung einen Tag länger im Magen- und Darmtrakt. Der Vorteil ist, ein Hungergefühl stellt sich etwas später ein. Eine volle Wanne schreit selten nach Fressen.

Da wir nur auf 19 Grad heizen, steht nicht zu befürchten, im Wohnzimmer ins Schwitzen zu geraten. Schwitzen ist beim Mangel an Ballaststoffen die Ursache für einen schleichenden Stuhlgang. Der führt nicht selten zu dicken Wangen wegen des Druckes, den Sie dabei aufbauen müssen. Unsere Gestapo könnte jetzt bei Kontrollen denken, sie würden zu viel fressen. Und das geht gar nicht. Das Fressen muss an die Ostfront – Heil für unsere Helden.

Und jetzt noch eine kleine Empfehlung außerhalb unserer Kochratschläge.

Falls Sie vorhaben, am Haus Reparaturen durchzuführen, wäre es vielleicht angebracht, sich mit etwas Zement zu bevorraten. Beachten Sie die Aussagen diverser Kreaturen, die sich für die volle Unterstützung unserer Freunde – Heil an der Ostfront aussprechen. Bunker und getroffene Waffenschmieden benötigen natürlich diesen Baustoff. Die Zutaten müssen wir uns leider auch an der Ostfront – Heil klauen. Sie wollen doch sicher nicht die Gebeine Ihrer Familienmitglieder im Häuschen verbauen.

Blumenkohleintopf

Es ist Südtiroler Blumenkohlzeit. Unsere Zwei stammen aus dem Unterland. Aus Leifers.

Sie sind schön weiß und fest. Unsere Rheumatiker sollten um das Gemüse einen Bogen machen. Wegen der Purinsäure. Purinsäure ist Harnsäure. Aber, bitte verbieten Sie jetzt unseren Bauern nicht, am Feldrand zu pinkeln. Wir wissen schon, wie leicht Sie dazu neigen, Anderen etwas zu verbieten. Die Harnsäure ist auch so schon im Kohl.

Die einzigen Krämpfe, die wir Südtiroler sonst noch zu befürchten hätten, sind aber die in unseren Händen. Beim Geld zählen und beim Klauen. Diese Krämpfe haben aber mit Purinsäure wenig zu tun.

Vom Blumenkohl nehmen wir Alles. Ich hatte mal einen Lehrmeisterin der Gemeinschaftsverpflegung, Spitz war sein Schimpfname. Der hat das Grüne und das Feste einfach durch den Fleischwolf gelassen. Damals waren Kutter in der kleinsten Ausführung, nur als Tischkutter bekannt. Die haben wir nur für Kräuter und Fleisch eingesetzt. Gut – manchmal auch zum Mayonnaise schlagen.

Heute haben wir das feiner. Wir können das entweder in feine Scheiben, Streifen oder Stücke schneiden. Natürlich können wir das auch in den Hauskutter geben. Das geht schneller.

Den Topf befüllen wir wie ein Stew. Unten rein legen wir die Kartoffeln in Scheiben. Darauf die Blumenkohlröschen und darauf unsere bereits mit Salz und Pfeffer gewürzten Hackfleischnocken. Gewürzt haben wir mit etwas Salz und Muskat. Wir geben in etwa, einen halben Liter Wasser dazu, mit dem wir auch gleich die Gewürze verteilen. Die Feinabstimmung machen wir zuletzt.

Wer noch Bratwurst oder grüne Bratwurst (das ist Hackepeter im Darm) hat, kann auch davon Stücken dazu geben als Ersatz für die Hackfleischnocken.

Wir dämpfen zuerst. Also schicken wir den Topf mit passendem Deckel auf Stufe Sechs an. Wenn es kocht, drehen wir zurück auf Stufe Drei oder Zwei. Auf der Uhr geben wir zwanzig Minuten ein.

Mit dem Signal ist ist Essen fertig. Sie dürfen sich den Schweiß abwischen nach der Schwerstarbeit. Nicht, dass Sie Ihr Essen versalzen. Der Blumenkohl samt Fleisch kann serviert werden.

Die restliche Flüssigkeit binden wir mit Kartoffelflocken. So haben wir zusammen mit den Kartoffelstücken, feinste Stampfkartoffeln. Denen können wir etwas Selleriekraut, Liebstöckel, Schnittlauch, Petersilie, Pfeffer und gute Butter zusetzen. Der Rest dürfte auch so schon schmecken.

Kommunistenrührei

Rührei ist uns in vielen Varianten bekannt. Ich habe uns heute eine Variante gekocht, die ich schlicht mit diesem Namen versah. Jetzt sind ja bekanntlich auch die Eier viel teurer geworden. Damit wissen wir nun endlich, warum unsere Bauern und älteren Mitbürger die Eier wie Gold behandelten.

Wir braten uns fetten oder mageren Speck an und geben Zwiebel und Brotwürfel dazu. Sie können Weißbrot, Pumpernickel oder Roggenbrot verwenden. Das ist Ihr Geschmack.

Wenn Sie die Einsamkeit lieben, dürfen Sie auch etwas Knoblauch zugeben.

Sind die Zutaten recht gut angeröstet, geben wir das Ei nach und nach dazu. Flottes Rühren ist angesagt.

Kräuter nehmen Sie nach Ihrer Wahl. Schnittlauch ist wegen der Zwiebel nicht empfehlenswert. Eher Petersilie usw..

Ist Ihre Küche mit einem Grill ausgerüstet, können Sie sich das Brot auch separat dort rösten. Geben Sie das Brot dann hinzu, wenn die Zwiebel und der Speck, Farbe angenommen haben.

Pasta monte e mare a la Südtirol

Wir Alle kennen die Kalte Vorspeise monte e mare.

Wir haben dafür Schwertfisch, Tonno und Speck auf eine Platte gelegt.

In der Personalversorgung werden wir angehalten, die Reste des Vortages zu verwerten. Und nun entwickelte sich die Neugier des Saisonkochs, daraus eine warme Mahlzeit zu kreieren.

Diverse Thunfischsaucen und Ragouts kennen wir bereits. Die werden sogar in Konserven gehandelt.

Ein Ragout in der Form ist mir nicht bekannt.

Wir nehmen unsere Speckabschnitte oder gewürfelten Speck und geben den zusammen mit Zwiebel, Karotten, Sellerie und etwas Öl in den Kutter. Wir kuttern so lange, bis wir ein uns bekanntes Aussehen von Ragout erreicht haben. Mit Ragout meine ich das Ragu, wie es hierzulande bisweilen geschrieben wird.

Also, Bolognese.

Das Ergebnis schwitzen wir im Topf etwas an. Jetzt geben wir in den Kutter – Tomaten oder Polpa, etwas Konzentrat und Fischfilet der Wahl. Das kann auch Forelle sein. Das kuttern wir zusammen mit Gewürzen: Salz, Pfeffer, etwas Zucker, vielleicht etwas Oregano und Knoblauch, es kann auch Basilikum sein oder Petersilie, zu einem Ragu. Dieses Ragu geben wir zu dem Speckragout und lassen das gemeinsam kurz aufkochen. Die angekochte Pasta geben wir entweder zu dem Ragout oder umgedreht, das Ragu zu der Pasta. Jetzt wird die Pasta mit dem Ragout so lange erhitzt und bewegt, bis die Bindung eintritt. Wem das zu lange dauert, der kann den Prozess mit Hartweizendunst verkürzen. Ist die Pasta bereits zu weich geworden, werden wir nicht mehr kochen und bei Bedarf mit Semmelmehl binden. Semmelmehl stellen Sie aus Panierbrot her, in dem Sie es so lange kuttern, bis es der Konsistenz von Mehl oder Dunst ähnelt. Dieses Bindemittel muss nicht kochen. Es ist bereits gebacken und gar.

Ich habe das mit Forelle gekocht und muss sagen, das schmeckt besser als Speck aus dänischem Schweinefleisch.

Mit einem Spritzer Marsala oder Rum, erreichen Sie einen Genuss, den Sie zukünftig sicher in Ihren regelmäßigen Speiseplan aufnehmen.

Wieder Mal das Thema – Reis kochen

Ich weiß, mit Reis kochen tun sich Viele schwer.

Es gibt mehrere Methoden, den Reis zu versauen.

Ich nenne Ihnen heute zwei.

Die Methoden sind für alle Reissorten zu empfehlen.

Grundsätzlich gebe ich Hinweise für Köche, welche eine Induktionsplatte nutzen. Das scheint im Moment neben dem Campinggeschirr und dem Lagerfeuer, die gängigste Methode zu sein.

Selbstverständlich können Sie eine Induktionsplatte auch mittels der Autobatterie betreiben. Die laden Sie einfach auf, wenn Sie Ihren Einkauf erledigen. Wie gewohnt, müssen Sie für einen Einkauf in diesem System mehrere Kilometer zurück legen. Wir sind nicht in der DDR. Dort konnten Sie landesweit zu ein und dem selben Preis einkaufen. Es sei denn, Sie entschieden sich für ein Produkt, das einer erhöhten Nachfrage unterlag. Dann war es eine Sache Ihres Charakters, Ihrer gesellschaftlichen Stellung oder Ihres Portemonnaies.

Wir kochen Reis mit etwas Butter. Salzen können wir den, wenn er fertig ist. Das spart etwas Salz für unsere sowjetischen Befreier.

Geben Sie etwas Butter in den Topf, dann den Reis dazu und schwitzen Sie den Reis an. Sie haben jetzt die Möglichkeit, die zweite Methode anzuwenden. Sie können Ihren Reis bis zur Bräune rösten. Übertreiben Sie das mit der Bräune nicht. Wenn es Ihnen doch bisweilen zu dunkelbraun wird, haben Sie noch die Möglichkeit, daraus einen anständigen Hauskaffee zu machen. Zumindest, wenn Ihnen der Bohnenkaffee in Kriegszeiten zu teuer wird. Sie könnten sich ja Tipps von ihren Großeltern holen, wie in Kriegszeiten gekocht wird. Die Wenigsten leben noch. Faschisten lassen sich neuerdings generationsübergreifend Zeit, bis sie neue große Überfälle durchführen. Die eigene Bevölkerung muss dafür erst richtig bestrahlt und geimpft werden. Derweil können Ihnen auch Flüchtlinge aus Ländern helfen, die von den NATOFaschisten erst in jüngster Zeit überfallen und entvölkert wurden. Es gibt da so Begriffe wie Kochkiste, Holzgaser, Lagerfeuer und so fort.

Erwin Geschonneck hat Ihnen das sogar in einem Film von Frank Beyer, vorgeführt:

Karbid und Sauerampfer

Das war ein DDR – Film. Bitte zahlen Sie den West – Verwertern kein Geld dafür. Wie gesagt; DDR Eigentum wurde von Besatzern gestohlen. Wir haben den Film schon bezahlt. Kriminelle Diebe zu bezahlen, wurde Ihnen sicher schon mit dem Geldwäschegesetz verboten.

Jetzt gießen Sie den Reis mit Wasser auf. Das Verhältnis ist für Sie leicht nachvollziehbar. Möchten Sie den Reis sehr körnig, geben sie das im Verhältnis

1Reis:1,5Wasser dazu. Möchten Sie einen Biss, empfehle ich 1: 1,8 und wenn Sie ihn so weich wie Nonnenoberschenkel – Innenseite bevorzugen, geben Sie Zwei teile Wasser hinzu.

Der Topf muss gut verschlossen werden. Nach dem Aufkochen auf Stufe 6 schalten Sie umgehend auf Stufe 1 und decken den Topf ab. Den Rest macht der Reis selbst. Vielleicht ist es angebracht, gelegentlich mal umzurühren. Das Ganze dauert etwa zwischen zehn und fünfzehn Minuten.

Ist der Reis fertig, können Sie noch Mal Butter dazu geben. Vergessen Sie nicht die Prise Salz.

Die gut angeröstete Variante gibt Ihnen einen Nussgeschmack. Auf die Art können Sie sich die zehn Euro für ein Pfund Nüsse sparen.

Sie wollen sicher nicht die Chefetage Ihrer Energieversorger mit feinen Kalbsfilets versorgen, während Sie mit trocken Brot und Reis Ihr Dasein fristen.

Fruchtkonzentrat

Unser Fruchtkonzentrat ist jetzt mit 1,5 Litern fast fertig. Es gibt noch ein paar Heidel-, Him- und Brombeeren.

Von unserem Pfirsichbaum, der übrigens die feinen weißfleischigen Früchte trägt, haben wir vier Stück geerntet. Drei haben unser Fruchtkonzentrat bereichert. Einen haben wir sofort gefressen. Ein Hochgenuss im Gegensatz zu den gekauften.:-)) Die waren in diesem Jahr furztrocken. Die trockenen haben wir in Zucker eingelegt und mit einem Pudding verzehrt. Dann waren sie genießbar, aber kein Höhepunkt. Bei den Aprikosen war das Gleiche. Offensichtlich beziehen unsere Händler die Waren von den falschen Erzeugern oder haben kein Qualitätsverständnis. Man geht auf Gewinn und sonst nichts.

Die Vinschger Marillen hingegen, haben in diesem Jahr eindeutig gewonnen.

Tomatensauce Luise

Generell kochen wir in Südtirol die Italienische Variante der Tomatensauce. Und die kommt ziemlich Mager daher. Zwiebel, Tomate und sonst nichts.

Luise kocht eine Tomatensauce wie wir in der DDR oder wie meine Mutter.

In der DDR haben wir selbstverständlich Speck und Zwiebel verwendet. Gelegentlich haben wir Sofritto zugefügt. Abgerundet haben wir mit Butter. Zwischendurch, sicher als Antwort auf diverse Embargos, haben wir das Tomatenmark, industriell, sogar mit Apfelmus gestreckt. Von der Kombination her, wäre das sogar als Südtiroler Variante verkäuflich gewesen. Natürlich gab es noch die Variante als Letscho. Aber Letscho wurde importiert und war, der Beliebtheit halber, ziemlich oft vergriffen. Es gab aber ein Ersatzletscho, das in der Bevölkerung leider nicht ganz so beliebt war. Mir persönlich war dieses Letscho lieber. Heute würden wir das als Peperonata bezeichnen. Wie gesagt; im Westen muss man nur einen geschickten ausländischen Namen finden, um ein schwer gängiges Produkt, Neugierigen aufzudrängen. Die Herrschaften nennen das in Englisch: Marketing. Selbst das versteht kaum Einer.

In Deutsch nennt sich das Absatzwirtschaft. Eine Überproduktion an unbrauchbarem, ungenießbaren Zeug muss an den Mann gebracht werden. Dafür gibt es sogar eine eigene Wirtschaft, die ganz fleißig Lügen erfindet dafür. Bisweilen habe ich den dauerhaften Eindruck, das hat sich bis in die Stuben der Propagandaministerien durchgeschlagen. Mit Wahrheiten nehmen es diese Experten nicht so genau. In Sachsen nennt sich dieser Sport: Verscherbeln.

Wir nehmen für unsere Tomatensauce zunächst mal unseren Kutter. In den Kutter geben wir Zwiebel, Sellerie, Karotten, Speck und Öl. Sollten Sie das Glück haben, noch richtigen DDRSpeck zu bekommen, können Sie sich das Öl sparen für Ihre kommende Ausfahrt ins Grüne. Es kommt die Zeit, da werden Sie dankbar sein, außerhalb des Reichstages noch ein fettes Schwein zu treffen.

Die Zutaten kuttern Sie bis in Ragoutgröße. Mit Ragout ist das Italienische Ragu gemeint, das wir als Bolognese kennen. Das dünsten wir gemeinsam etwas an und geben die Polpa dazu. Ich kenne viele Köche und Landsleute, die das jetzt pürieren. Heraus kommt meist eine eher gelbliche Sauce, bei der wir denken könnten, gelbe Tomaten verkocht zu haben.

Abgeschmeckt wird das Ganze mit Salz, Pfeffer und Zucker, bis die lästige Säure unterdrückt ist. Zu guter Letzt, geben wir der Sauce, Butter hinzu. Wir könnten die DDRVariante auch als Südtiroler oder Alpine Variante sehen. Wo sonst stehen so hübsche Kühe, wie in den Alpen, in der Gegend herum?

Erdbeerhonig

Wie wir die Kräuter zu Pesto oder Tabak verarbeiten, wissen wir bereits.

Anhand von Erdbeerblättern, zeige ich Ihnen jetzt die Möglichkeit, daraus einen Honig zu gewinnen. Als Honig bezeichne ich das Ergebnis, weil es von der Konsistenz her, dem Honig ähnelt.

Es gibt garantiert verschiedene Blätter, die wir auf diese Art zu Honig verarbeiten können. Ich mache das seit Jahren mit Pfefferminz, Salbei, Melisse und vielen anderen Kräutern. Für Abwechslung ist damit gesorgt beim Verlangen nach etwas Süßem. Selbst recht trockene Kekse oder Waffeln, lassen sich mit diesen Honigen leicht verbessern.

Auf die Idee kam ich mit dem Gedanken an Kunsthonig, der in der DDR bisweilen als Ersatz für Honig zusätzlich gehandelt wurde. Der Einfall ist demnach nicht von mir. Nur die Neuerung bezüglich der Anwendungsbreite.

Die gewaschenen Blätter geben wir in einen Kutter zusammen mit einer Prise Salz und reichlich Zucker. Der Zucker sollte in etwa 1-Kraut : 2-Zucker bis 1:5 ausmachen.

Gekuttert wird so lange, bis sich das Kraut auflöst und der Zucker dessen Farbe annimmt.

Das füllen wir in ein Glas und decken es ab.

Das Produkt hält recht lange. Zumindest so lange, bis die neuen Erdbeeren kommen. Natürlich können wir dem noch andere Aromen zufügen. Geeignet wäre Vanille, Kakao, Zitronenschale usw..

Das überlasse ich Ihnen.

Diesen Honig können Sie auch als Tee in Form eines Fertiggetränkes nutzen. Dazu müssen Sie nur etwas heißes Wasser aufgießen und umrühren.

Gleichzeitig geht das natürlich auch als Kaltgetränk zu nutzen. Der Honig ist eben dann Ihre Konzentrat für Sirup.