Paella

Auf neudeutsch – trockenes – Safran – Risotto

Joana hat heute ein Fertiggericht eingekauft.

Paella mit Fisch steht drauf. 6-7 Minuten Fertigungszeit.

Das ist Gefrierkost.

Reden wir mal Klartext:

Mit dem Auftauen ist das Zeug nicht in sieben Minuten fertig.

Den ziemlich eintönigen Anblick habe ich mit zwei Stangen Porree (mittelgroß), zwei Karotten in Scheiben und einem halben Pfund Champignons – braun angereichert. Ich habe aufgegossen bis Risotto. Trockener Reis ist was für Staubfurzer und dicke Wangen.

Beim Essen fielen mir reisgroße Tiefseekrabben auf. Und eine Miesmuschel. Ein paar Stücke Kaugummi. Eventuell falsch gekochter Tintenfisch. Ich musste raten. Nebenbei: Tintenfischköpfe kocht man nicht. Das wird Gummi. Maximal 70 °C und das ist schon fast zu warm. 60°C ist besser (Diese Zutaten gibt man idealerweise nach dem Kochen rein und rührt sie flotte um). Damit wird das Gericht von der Temperatur her, gleich verzehrfertig.

Ich musste also an den Gefrierschrank und ein paar Fischfilet reinlegen. Jetzt ist das Gericht draus geworden, das drauf stand.

Ich habe zwei Esslöffel meiner Trockenbrühe dazu gegeben, gut gesalzen (salzlos verpackt), eine Prise Zucker und etwas Pfeffer. Reicht.

Käse passt nicht dazu.

Auf Deutsch: Das Teuerste musste ich dazu geben, um dem Namen gerecht zu werden.

Sparen Sie sich das Geld. Ihr Reis, frische Zutaten und Fisch sind schneller fertig.

Fisch gibt der Koch zum Schluß rein. Aufgegossen wird wie bei Risotto. 1:1,8 körnig. 1:2 schmackhaft. Safran können Sie mit etwas Kurkuma oder Löwenzahnblüten (-öl) ersetzen. Sie können Löwenzahnblüten auch mit Butter zusammen kuttern. Das ist maximal, kühl, einen Monat lagerbar.

Avatar von Unbekannt

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch

2 Kommentare zu „Paella“

  1. Hat dies auf Märchen von Wurzelimperium S1 SunShinE rebloggt und kommentierte:
    Das Fertigfutterzeug ist in Ordnung, wenn man nur schnell den Magen füllen will, doch der Gesundheit zuliebe sollt man das nicht öfter als 2x die Woche zu sich nehmen (am besten atürlich gar nicht)
    Leider sind einige (viele?) Menschen darauf angewisen, da echte Nahrung teuer und diese Füllstoffe billig (billig in jeder hinsicht)

    Daher ein doppelter Dank für diesen Küchentipp, so können auch die welche weniger Geld haben die Füllstoffe zu etwas machen das vernünftiger Nahrung sehr nahe kommt 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Eigentlich wären Fertigprodukte im Rahmen der Energieeinsparung von Vorteil. In der DDR wurden die Einwaagen entsprechend der Kalkulation, genau überprüft. ABI=Arbeiter- und Bauerninspektion. Für Abweichungen gab es eine Toleranz. 5% glaub ich – noch zu wissen. Das war aber trotzdem nicht straffrei. Die Abweichung wurde mal zwei Jahre genommen (Basis – Verkauf ein Monat). Daraus folgte dann das berechnete Ordnungsgeld. Heute sind das leider sehr oft, verborgene Müllbehälter – bunt bedruckt. Es gibt aber vorgefertigte, den Kochprozess verkürzende, Rohstoffe. Getreide usw.Wir kennen das z.b. als Polentamehl, Hülsenfrüchte, Gersten, Kartoffelflocken usw..Selbst bei Pasta (Lasagne z.b.) ist das im Handel. Aber, wie gesagt, der beschleunigte Rohstoff pur ist bedeutend wertvoller als ein Fertiggericht. Ich mache in Rezepten und Arbeitsanleitungen immer auf die Schnittgröße aufmerksam. Da wird eben das Gulasch (Ragout), bedeutend kleiner geschnitten. Statt einem großen Braten wird eben ein Hackbraten (gekuttert mit Eis) gekocht. Diesen Braten kann der Koch genau so Rosa herstellen wie das Stück. Der Schnitt und Verzehr unterscheidet sich kaum (minimal) vom großen Stück.Es ist ja bekannt; ich kaufe Tiere (Fleisch) beim Bauern im Stück, ein Mal im Jahr. Bei Fisch ist das nicht viel anders. Selbst das Portionieren, führt bei Fertiggerichten nicht selten zu einer Verdreifachung der EKP (Einkaufspreises). Die Spanne holt sich der Falsche ab:-))

      Gefällt 1 Person

Hinterlasse eine Antwort zu dersaisonkoch Antwort abbrechen