Balkongarten 200524

Heute gab es wieder Salat vom Balkongarten. Sogar schon Erträge von den mir neu angelegten Salatsorten. Ich habe die Tomatenblüten gezählt. Weit über vierzig. Ochsenherzen! Woll‘ mer sehen, ob wir die alle durchbringen. Stachelbeeren sehe ich keine. Heidelbeeren viel. Himbeeren und Brombeeren auch.

Wir haben heute die ersten zwei Kilo Lauch geerntet. Wert: rund 40.-€.

Bei der kommenden Ernte, muss ich auch schon Zwiebeln mit ernten. Der Kasten wird sonst zu eng.

Kirsch-Kastaniensauce

Kirschen und Kastanien werden in etwa gleich abgeschmeckt. Mit etwas Zimt, Nelke, Zucker, Zitronenschale und Salz. Natürlich kann der Koch etwas Rum oder Marsala hinzufügen.

Allgemein muss die Sauce nicht gekocht werden. Der Blender reicht.

Kirschen nehmen wir getrocknet. Am besten, Sauerkirschen (Amarene) hierzulande. Für gewöhnlich kann sich der Koch diese Kirschen bereits in Rum einlegen. Nachdem der Rum nach rund zwei Monaten abgegossen ist, füllen wir die Kirschen mit Zucker 1:1 auf. In etwa zwei Monaten wird sich daraus ein Sirup bilden.

Von dem Abguß stellen wir uns einen Likör her.

Die Kirschen verwenden wir für unsere Sauce.

Kastanien gibt es gefroren, als Konserve oder im Herbst, frisch. Beide Zutaten ergänzen sich bei den Nährstoffen. Wobei ich fest halte, die Nährstoffe interessieren die Menschen an sich sehr wenig. Im Grunde gibt der Geschmack den Ton an. Je runder ein Geschmack, desto ausgeglichener ist auch das Nährstoffangebot der betreffenden Rohstoffe. Die Aufgabe der Köche ist es eben, die Zusammensetzung so zu kombinieren, dass daraus der gewünschte Wohlgeschmack entsteht.

Köche wissen nicht Alles…

…in puncto Ernährung. Sie müssen permanent nachschlagen und sich weiter bilden. Zumal uns auch ständig neue Zutaten geboten werden. In aller Regel ist das die Aufgabe von Chef – und Meisterköchen. Einer meiner „Fallower“ (Blogverfolger) ist die junge Gruppe vom „Grünen Archiv“. Dafür danke ich ganz besonders. Wohl in dem Wissen, die Kenntnisse im Profileben nicht mehr zu benötigen. In dem Sinne, möchte ich das aber meinen Kollegen empfehlen, die mir auf meinem Blog folgen. In meinem Suchschatz befinden sich auch andere Seiten, die sich der natürlichen Verpflegung widmen. Köche sind diesen Quellen nahezu verpflichtet. Unser Arbeitstag besteht leider aus fünfzehn Stunden. Die Zeit für theoretische Recherchen ist damit sehr knapp. Die sind aber für neue, vor allem – regionale Kreationen, substantiell. Fast verpflichtend. Es gilt, importierte Produkte durch regionale zu ersetzen, ohne den Verlust an Geschmack und Wertigkeit. In der DDR und in Ländern unter Embargos und Sanktionen, war/ist dieses Wissen nahezu unersetzbar. Ich rede noch nicht von Notsituationen, die sich in Folge verfehlter Politik ergeben. Die Bildung in diesem Bereich ist nahezu essentiell. Vor allem, um Mangelernährung vorzubeugen.

Zucchini-Kartoffelragout

Zwiebel in Spalten zusammen mit neuen Kartoffeln in Scheiben – roh, anrösten. Zucchini in Viertelstücken einschneiden. Wir würzen mit Oregano und Knoblauchgranulat. Kein Salz, kein Zucker, maximal etwas Pfeffer. Im Zwei – Minuten – Rhythmus, zugedeckt, rösch anbraten. Stufe 6 – Induktion. Alle zwei Minuten umrühren. Das tun wird fünf Mal. Danach würzen wir mit Salz und etwas Zucker.

Dazu können Sie Bratwürste, Fleischbällchen, Kebab usw. servieren. Natürlich auch fein angeröstete Fischklößchen.

Gurken-, Tomaten-, Käse-, Schinkensalat

Hergestellt im „Foodprocessor“, sprich im Kutter.

Gurken in Stücke schneiden. Salz, Pfeffer, Zucker, frischen Lauch, Ananassalbei, Zitronenmelisse, Basilikum, etwas Essig dazu geben und ankuttern. Danach Käse- und Schinkenstücke dazu geben, kurz weiter kuttern. Zum Schluß, Tomaten zufügen. Jetzt kuttern, bis die gewünschte Größe erreicht ist.

In einer Schüssel fügen wir Öl hinzu. Das Öl geben wir erst nach der Entnahme dazu. Deswegen lässt sich die Maschine besser reinigen.

Schinken-Käsecreme

Käsecreme kennen wir allgemein als Schmelzkäse. Natürlich können Sie sich das zu Hause selbst herstellen.

Sie geben die Abschnitte in Ihren Kutter. Natürlich haben Sie auch andere Abschnitte. Von gekochtem Fleisch, Schinken, Wurst, Kräutern (z.b. Stiele) usw..

Entscheidend ist jetzt die Reihenfolge der Zugaben. Wie bereits mehrfach erwähnt, arbeiten wir im Kutter von Hart zu Weich. Sprich, das Harte zuerst. Frei nach dem Sprichwort: Komm, wir fressen eine Leiche, du das Harte ich das Weiche….

Bei Käse, vor allem bei Deutschem – und Holländischem Käse, müssen Sie natürlich die Wachs- oder Plastikhaut entfernen. Dieser Käse verfügt aus dem Grund über sehr wenig Aroma. In den südlichen Ländern Europas bekommen Sie diesbezüglich die wesentlich bessere Qualität. Es gibt natürlich auch dabei Etwas zu beachten. Sie müssen den Käse vor dem Schneiden, waschen. Am besten, Sie tun das mit dem ganzen Stück oder ganzem Käse. Die Rinden und Ränder müssen lauwarm abgebürstet werden.

Danach können Sie bedenkenlos auch die herzhaften Ränder und Rinden verarbeiten. Sie wissen, es gibt Blau- und Rotschimmelkulturen. Die werden zugesetzt, um die Verbreitung anderer, wilder Kulturen zu unterbinden. In dem Zusammenhang wird auch mit Salz gearbeitet. Salz spielt beim Trocknen und Konservieren von Milch, Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse eine wichtige Rolle. Keine Angst: Salz in der erforderlichen Menge ist gesund. Es verhindert das Austrocknen Ihrer Haut, der Nägel und der Haare.

Demnach werden zuerst die harten Käserinden angekuttert und danach Schinken dazu gegeben. Nehmen Sie den Schinken bitte nicht zu mager. Wir reden von einem Brotaufstrich. Natürlich können Sie jetzt mit dem würzen, das Ihnen am meisten zusagt. Honig ist eine gute Wahl. Sobald Sie Zwiebel, Knoblauch oder andere Frischzutaten nehmen, möchten Sie die Haltbarkeit berücksichtigen. Maximal zwei Tage. Ansonsten nehmen Sie einfach Trockenzutaten. Ich gebe oft getrocknete Amarene, Pflaumen, Aprikosen, Apfel usw. dazu. Sie können auch Pilze verwenden. Die möchten Sie sich im Grill bei recht hohen Temperaturen selbst trocknen. Es geht um Desinfektion.

Ich schreibe das bewusst unter Saucen. Denn genau diese Zubereitung eignet sich auch als Sauce zum Eindunken von Kartoffeln, Salzgebäck, Brot usw..

Senfgurkensalat zu mariniertem Hering

Bei unseren Temperaturen tut man sich schwer, vollwertig zu essen. Mit vollwertig meine ich Rippelen, Haxen und tote Kälber.

Wir versuchen das heute mal mit Senfgurken.

Natürlich aus frischen Grünen Gurken.

Wir schälen extrem dünn ein paar neue Kartoffeln und schneiden die in dünne Scheiben. Frische Zwiebel schälen wir und schneiden die in recht dünne Spalten. Das dünsten wir in einer guten Portion Nussöl, zugedeckt etwa fünf Minuten. Jetzt geben wir die Gurkenwürfel dazu. Senf, Zucker, Salz und etwas Pfeffer. Rühren kräftig um, decken ab und stellen kurz auf Stufe 3, danach auf Stufe 2-10 Minuten.

Wenn die Frau oder Freundin zu Hause ist, können Sie schnell eine Al Bundy – Nummer schieben. Sie wissen, 13 Sekunden. Mit Duschen 10 Minuten.

Den fertig gekauften Einmarnierten müssen Sie nur auspacken. Geschmackliche Veränderungen sind kaum nötig.

Leichte Kartoffelsuppe zu hausgemachter Bockwurst

Die leichte Kartoffelsuppe zeichnet sich durch einen geringeren Kartoffelgehalt aus. Der Gemüseanteil wird einfach erhöht. Statt der üblichen Sofritto (Wurzelgemüsemischung) verwende ich hier mal ein Frühjahrsgemüse. Das sieht natürlich in Italien anders aus als in Nordeuropa um diese Zeit. Als Kartoffel verwende ich eine Frühkartoffel. Die wird nach dem sehr dünnen Schälen in dünne Stücke/Scheiben geschnitten. Etwa 0,5 cm.

Dadurch ist die Suppe praktisch in spätestens 15 Minuten fertig.

Die Bockwurst stelle ich zu Hause her. Aus jungem Schwein und Hirsch. Därme müssen Sie sich auf den üblichen Märkten online kaufen. Neue Fleischwölfe bieten Ihnen auch die Tüllen zum Befüllen.

Bevor Sie das Fleisch kuttern, müssen Sie sich die Haut (Schwarte) vom Spanferkel abziehen und kurz kochen. Etwa 5 Minuten. Nach dem Abkühlen, können Sie die Haut zur Bindung Ihrer Farce einsetzen. Sie bringt jetzt das nötige Gelee. Die ungekochte Haut wird Ihre Haustechnik nicht schaffen.

In modernen Grills können Sie räuchern. Je nach Ihrem Geschmack, benutzen Sie die erforderliche Holzsorte in Spänen oder Hobeln. In meinem Fall, habe ich Kirschholz benutzt. Das paßt gut zu Hirsch. Am besten, Sie räuchern gleich warm. Damit wird auch Ihre Wurst gleich fertig. Überschreiten Sie bitte 65°C, maximal 70°C nicht. Wenn Sie Ihre Wurst mit flüssigem Rauchbeizmittel bestreichen, dauert der Räuchervorgang keine 15 Minuten für den vollen Effekt und Geschmack. Die Därme gibt es neuerdings mit Raucheffekt. Sie müssen nur danach suchen. In dem Fall, müssen Sie nicht Räuchern und Beizen. Einfaches Dämpfen reicht.

Natürlich können Sie auch gesalzene Naturdärme benutzen. Die müssen Sie vorher lauwarm einweichen und dann befüllen. 30 Millimeter.

In meinem Beispiel, wollte ich mal die neuen Kunstdärme probieren. Keine Angst. Die sind auch lebensmittelecht. Sie müssen nur unter Eiweißsaitling oder Collagen suchen. Andere Kunstdärme müssen sie vor dem Kochen oder Verzehren abziehen. Die eignen sich nur zum Brühen (Pochieren). In dem Fall, müssen Sie die Beize innen auftragen. Auch diese Därme gibt es bereits Rauch beschichtet. Möchten Sie die Wurst als Kochsalami zubereiten, müssen Sie nur einen Teil (ein Drittel etwa) kuttern und mit der gewolften Masse zusammenkneten. Ich kuttere immer Alles zusammen, nachdem ich es gewolft habe.

Als Gewürz verwenden Sie Pulver von Senfsaat, Pfeffer-schwarz, Salz, etwas Zucker, vielleicht Lorbeer, Piment (oder eine winzige Spur – Nelke), Rosmarin und etwas Knoblauch/Zwiebel.

Natürlich können Sie Ingwer einsetzen. Sehr sparsam bitte.

Wie üblich und gewohnt, würze ich die Kartoffelsuppe schon mit Salz, Pfeffer, Prise Zucker, Majoran und Röstzwiebeln.

Basis für fetthaltiges Dressing

Für Dressings gibt es ein Grundrezept. Ein Teil wässrige Flüssigkeit zu sieben Teilen Öl. Dressing ist eine Emulsion. Natürlich gibt es auch Energie sparende Grundrezepte. Die stelle ich im Folgendem vor.

Zunächst geben wir die wässrige Flüssigkeit mit sämtlichen Gewürzen (Zugaben) in den Blender. Dann geben wir anfangs – tropfenweise, später schwach fließend, Öl dazu. Das Öl als auch die wässrige Flüssigkeit unterliegen Ihrer Wahl.

Das ölig erscheinende Dressing wird hauptsächlich zu Gemüsen und Rohkost gesetzt. Sparsam. Gemüse und Rohkost benötigen das. Sie werden sonst in Ihrem Darm einen Stau erleben. Die menschliche Verdauung versucht, Flüssigkeit von festen Stoffen weitgehend zu trennen. Die gewonnene Flüssigkeit wird für den Kühlvorgang verwendet (Schwitzen z.b.). Gerade im Sommer oder nach Anstrengungen, führt das zu schweren Verstopfungen trotz der Zufuhr von reichlich Ballaststoffen. Der Verzicht auf Fett, wird Ihren Gesichtsausdruck wesentlich verändern. In Ihren optischen Medien werden Sie dafür reichlich Vorbilder finden. Teilweise wird das mit einem künstlichen Lächeln überspielt. Von Wohlbefinden können wir hier nicht sprechen.

Gepaart mit Lügen, führt das in aller Regel zu einem sehr kurzen Lebenslauf. Der menschliche Körper lässt sich nicht ein Leben lang ungestraft betrügen.

Fett spricht in aller Regel den hohen Speicher des menschlichen Körpers an. Damit sind Ihre Muskeln, die Haut, Bindegewebe und Knochen gemeint. Mindestens 20% Ihres Kalorienbedarfs sollte von Fett kommen. 25% des Kalorienbedarfs durch den Verzehr von Fett sind das gute Mittelmaß. Wichtig ist die gute Mischung tierischen und pflanzlichen Fettes. Ich empfehle 50 zu 50.

Beachten Sie, auch das, was mager erscheint, beinhaltet etwas Fett. Maximal 10%.

Bei Garvorgängen wie Grillen und Backen, müssen Sie praktisch unter Zugabe von ölreichen Saucen (Dressings) Ihren Fetthaushalt ausgleichen. Im hier folgendem Abschnitt stelle ich Ihnen ein paar Beispiele vor.