Wir kochen heute Kalten Frischpudding. Pudding ohne Kochen. Wir benötigen keinen Herd.
Wer ein schnelles Cremedessert braucht, kocht sich das einfach in seinem Kutter.
Wir nehmen die Früchte der Saison. Als Beispiel gebe ich mal Apfel, Kiwi und Banane an.
Vergessen Sie das Waschen und oder Schälen nicht. Plantagenobst bedarf eine Schutzes. Gerade da greifen die entsprechenden Liebhaber aus dem Tierreich zu.
Wenn Sie mal einen ehemaligen Stall in ein Wohnhaus umbauen, können Sie das am Beispiel von Mauerseglern und Schwalben nach empfinden. Die werden noch über hundert tierische Generationen an diesem Ort ihr Nest bauen. Und genau so, machen das Insekten, Vögel und andere Obstliebhaber, inklusive Deutscher Touristen in unseren Apfelplantagen.
Der Nachteil ist schnell ausgemacht. Die zahlen nicht. Deshalb werden sie im Kapitalismus als Schädling bezeichnet.
Geben Sie in Ihre Moulinette Stücke vom geschälten Apfel, Kiwi und Banane. Ein paar Stücke ihrer Schokolade, vielleicht ein paar Kokosraspeln, etwas Zitrone, eine Prise Salz und ein oder zwei Kekse. Im richtigen Kutter mixt sich das in 10 Sekunden. Probieren Sie, ob Ihr Pudding fein genug ist. Wenn nicht, müssen Sie leider noch einmal schwer arbeiten und den Schalter bewegen.
Sobald etwas Saft absetzt, wäre es vielleicht angebracht, noch einen oder zwei Kekse zu zusetzen.
Ganz Raffinierte setzen eventuell bei den Früchten eine kleine Prise Guarkernmehl zu. Vor allem, wenn Sie vorhaben, das zu einer Eiscreme umzugestalten.
Wenn Sie vor haben, daraus ein Eis zu gestalten, das nicht nadelt, müssen Sie auf den richtigen Fettgehalt achten. Sie erhöhen entweder den Schokoladenanteil, geben Kokosfett oder Butter und nötigenfalls, Zucker hinzu. Wenn Sie mit Zucker arbeiten, müssen Sie die Früchte zusammen mit Zucker, Salz und Guarkernmehl zuerst kuttern. Erst dann fügen sie zusätzlich bindende Kekse und Fett zu. Die Umdrehungen Ihres Mixgerätes, werden das Produkt etwas erwärmen. Das reicht, um das Fett zu emulgieren. Zur Not können Sie ein gekochtes oder rohes Eigelb zufügen.
Graukäse wird Ihnen heute für 25.-Euro aufwärts angeboten. Warten Sie einfach, bis er weit unter 10.-€ kostet. Dann dürfen Sie wieder Mal den Gebeizten genießen. Er dürfte dann auch entsprechend reifer sein. Wenn Sie Glück haben. Das weiße Zeug lassen Sie liegen, bis es unter 6.-€ Kostet.
In Ihrem Mixgerät richten Sie gleich die Beize. Bezeichnen wir das mal als Dressing.
Zwiebel oder deren Lauch, Schnittlauch, Petersilie, Kümmelöl (gemahlener Kümmel) Salz, Pfeffer, Bär- oder Knoblauch, Zucker, Essig, Öl. Ich habe jetzt mal Banane und Apfel mit rein gegeben. Schmeckt. Es dürfen auch in Rum eingelegte Kirschen sind.
Die Beize mit den Käsewürfeln (1x1cm) vermischen und bissl stehen lassen. Die Wärme kann kommen.
Beachten Sie bitte: Knoblauch macht einsam. Zusammen gegessen – mindestens zweisam.
Den Schlägerkommandos auf Demos ist das Scheiß egal. Die tragen eh Vollschutz.
Dafür haben Sie aber genug Milchsäure und Kalk verzehrt. Ihre Knochen sind jetzt etwas härter und Sie können schneller wegrennen.
Sollte Ihnen kein Graukäse zur Verfügung stehen, können Sie das gern auch mit einem anderem Käse so zubereiten. Dafür empfehle ich nicht unbedingt die überlabten Gummisorten (Schnittkäse) aus dem Reich. Eher Käsesorten, die dem Rohmilchkäse nachempfunden sind.
Heute kochen wir ein Spargelmus. Mus ist der Südtiroler Name für Brei. Gemeint ist eine Art Grießbrei, der aus Dunst hergestellt wird.
Wie Sie als meine Leser wissen, ist Dunst nach Mehl, der folgende größere Mahlgrad. Oft wird Dunst auch doppelgriffiges Mehl genannt.
Die Herstellung dieses Mus ist denkbar einfach und dauert nicht lange.
Wir lassen in einem Topf etwas Butter aus. In diese Butter geben wir in dünne Scheiben oder gehackten Spargel. Den dünsten wir gut an. Wir würzen gleich mit Salz, Zucker und einer Prise Muskat. Je nachdem, ob Kinder mit essen oder nur Erwachsene, können wir mit einem Wein ablöschen. Nicht zu hoch. Eher knapp. Gleich nach dem Ablöschen geben wir den Dunst hinzu und rühren.
Jetzt können wir entscheiden, wie fest wir unser Mus mögen. Nach mehrmaligem Umrühren, stellen wir den Topf von der Flamme zur Seite.
Jetzt nehmen wir einen kleineren Behälter für die Butterbrösel. Die können wir bei der Herstellung mit Kräutern versehen. Die Kräuter dürfen auch etwas anrösten. Nicht verbrennen bitte. Unser Mus ist fertig.
Bemerken Sie den Unterschied? Ganz einfach. Die Laien schneiden zuerst die Enden ab. Bei allen Gemüsen. Danach versuchen sie, die Schneide des Schälers am Schnitt anzusetzen. Sparschäler hängen sich in dem Moment entweder schwer oder falsch ein. Die Schalen werden oft zu dick. Die Klingen des Schälers sind dafür zu elastisch. Der Schälvorgang wird damit erheblich erschwert. Das Einhängen der Klinge führt zu einem ruckartigen Arbeiten. Sie laufen Gefahr, sich zu schneiden.
Schneiden Sie die Enden einfach nach dem Schälen ab.
Die Blätter vom Balkon habe ich der Garnitur halber so sparsam aufgelegt. Ich will damit die Größe zeigen, bei der ich ernte.
Unsere besten Tomaten gibt es wieder. Dazu feine rote Bohnen. Als Dressing habe ich ein Kräuterdressing angerührt. Natürlich im Blender. Gartenkräuter, Ei, Aceto, Mozzarella vom Büffel (arme Leute), Aceto, Salz, Pfeffer, Zucker, etwas Senape, Öl.
Das Foto habe ich mit dem Handy aufgenommen. Angeblich gezittert:-))Ich frag mich, wie man mit dem Handy ein Rennen fotografieren will, wenn ständig „gezittert“ da steht. Ich habe jetzt mal Objektverfolgung eingegeben. Mal sehen.
Das sind 45 Seiten feinste Infos, Anleitungen und Verfahren für die sparsame Küche zu Hause und unterwegs. Denken Sie daran, die Anleitung ist auch für Camping und Mobilität geeignet. Verzichten Sie auf Beutelsuppen etc. Sie haben es mit diesem Buch einfacher, sich auch für den Urlaub richtig vorzubereiten.
Gedruckt und als Ebook gibt es das bei Amazon und bei BoD. Bei mir hier liegt die Rohversion. Deshalb ist sie etwas günstiger.
Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich das Buch nicht verschenken kann. Ich habe 50 Jahre lang mein Küchenwissen verschenkt. Dabei auch sehr viele Enttäuschungen nebst Kopien erlebt. Außerdem sehe ich den Beitrag als eine Art Spende. Solche Bücher schreiben, ist garantiert nicht einfach. Das erfordert sehr viel Recherche und Arbeit.
Wurstgulasch ist eigentlich ein, in Österreich verbreitetes Gericht. In der DDR wurde das auch gekocht. Bisweilen vielleicht etwas anders als hierzulande. Wir haben das etwas brauner gekocht. Nicht so Tomaten – betont.
In erster Linie haben wir Wiegebraten benutzt. Wiegebraten würden wir hierzulande als Leberkäse abtun. Der Unterschied liegt in der Körnung. Wiegebraten ist eher mit einer Jagdwurst vergleichbar. Selbst diese Bezeichnung ist uns hier bisher kaum untergekommen.
Zunächst könnte man sich den Wiegebraten selbst machen. Das habe ich bereits in diversen Beschreibungen getan. Wichtig zu wissen ist, eine Wurst oder Pastete muss nicht unbedingt mit Salpetersalz zubereitet werden. Pökelsalz ist Salpetersalz. Und was Salpeter an unseren Häusern anrichtet, wissen wir zur Genüge. In erster Linie sollte uns das anhalten, so wenig wie nötig auf diese Konservierungsmethode zu zugreifen.
Ich stelle Ihnen frei, sich entweder Wurst zu kaufen oder sie selbst her zu stellen.
Zwiebel schneiden, vor allem, in größeren Mengen, erfordert ein scharfes Messer im Haushalt. In der Kenntnis befreundeter Haushalte, darf ich getrost feststellen, nirgends ein wirklich scharfes Messer gesehen zu haben. Selbst in Profiküchen ist dieser Anblick eher selten. Ein Koch, der wirklich scharfe Messer pflegt, wird sehr oft feststellen, dass seine Kollegen sich angeblich vergriffen haben und mit seinen Messern arbeiten. Darüber wird ziemlich oft gestritten.
Haushalten empfehle ich deshalb, ihre Zwiebeln im Kutter zusammen mit Öl zu schneiden. Ohne Öl, wird die Zwiebel bitter. Natürlich kommen dabei keine Scheiben oder Ringe heraus. Nur; wer ißt wirklich unbedingt Zwiebelringe?
Eine andere Methode ist, die Ringe in der Hand zu schneiden. Mit einem Schälmesser. Nur; das muß eben auch ziemlich scharf sein. Bisweilen werden die Messer von Profis als Tourniermesser bezeichnet. Dabei sollte aber Folgendes klar sein: Ein Messer, egal wie es bezeichnet wird, muss nicht teuer sein. Nur scharf.
Heutzutage gibt es kleine Schleifmaschinen für die Petiküre. Witziger Weise eignen ausgerechnet die sich zum Messer schleifen. Ich schleife damit auch die Messer meiner Küchenmaschine. Und nicht nur das. Ich schnitze damit auch unsere Erzgebirgische Heimatkunst. Etwas Brauchtum muß schon sein.
Ich gebe also in den Kutter, Öl, geviertelte Zwiebel, Paprika edelsüß, etwas Tomatenpaste, etwas Majoran, bissl getrockneten Knoblauch, Kümmelöl, Pfeffer oder Pfefferöl, Salz und eine Prise Zucker. Der einfachste Weg ohne Kuttern ist, sich von diversen Italienischen Genossenschaften, getrocknete Zwiebel zu bestellen. Und ausgerechnet die, schmecken fast besser als frische Zwiebel. Das Aroma ist nicht so dominant. Diese Zwiefel (tirolerisch), ist aber zum Anschwitzen nicht geeignet. Die gibt der Koch erst zu, nachdem ein Gericht angegossen wurde. In dem Fall, müssen wir die Bräune mit einem Trick erzeugen. Karamell ist das Zauberwort. Wir mixen dazu Öl, Zucker, Tomatenpaste und Mehl. Diese Mischung geben wir in den erhitzten Topf und und bewegen das so lange, bis wir einen leichten Verbrennungsvorgang wahrnehmen. Das sehen wir am Rauch, der sich entwickelt dabei. Jetzt ist der Moment der Flüssigkeitszugabe. Zu beachten ist, Sandwichböden an Töpfen heizen gewaltig nach. Die Flüssigkeit muß in Griffnähe stehen. Sollten wir zu spät sein und unser Saucenansatz verbrannt schmecken, hilft ein kleiner Trick. Wir hobeln etwas rohe Kartoffel dazu und lassen das zusammen aufkochen.
Die gekutterte Zwiebel samt Gewürzen behandeln wir jetzt ähnlich dem Ansatz ohne Zwiebel. Wir erhitzen und bewegen das so lange, bis wir eine uns genehme Farbe sehen. Nach dem Ablöschen und Aufkochen, geben wir die grob gewürfelte Wurst hinein und lassen das nicht zusammen aufkochen. Wir lassen das zusammen ziehen.
Klassisch kann man Wurstgulasch mit Pasta, Gnocchi, Reis oder Kartoffelpüree verzehren. Das überlasse ich Ihrem Appetit. Wer auf diese Beilagen keinen Appetit hat, kann es mit grob geschnittenen, geröstetem Brot probieren (Croutons in der Fachsprache). Sehr gut passen auch grobe Vinschger Croutons aus Vinschger Brot. Wem das Alles zu viel Arbeit ist, der serviert sich den Wurstgulasch in einem tiefen Teller auf Schüttelbrot.
Das Schüttelbrot wird von der Sauce aufgeweicht und ist damit gut verzehrbar. Selbst Zwieback schmeckt ausgezeichnet zu dem Wurstgulasch.
Heute habe ich Wurstgulasch mit verlorenem Ei gekocht. Dazu gibt es neue Kartoffeln – mehlig, von unserem Bauern und frische Karotten.
Seit knapp zwei Wochen essen wir frischen, ungespritzten Salat vom Balkon.
Ich ernte Salat recht früh. In Miniaturgröße. Zart. Null Abfall. Außer Waschen, keine Arbeit. Ich ernte die Blätter nahe der Erde zuerst. Damit zwinge ich den Salat, zu schießen. Ich könnte jetzt auch ewig warten und einen Kopf zur Hälfte wegschmeißen. Der Kopf frisst sich an einem Tag. Zehn Köpfe in zehn Tagen. Zu Zweit. Mit der Ernte in dieser Form, essen wir an zehn Pflanzen, mindestens einen Monat. Vergangenes Jahr, zwei Monate. Die Erntezeit haben wir erheblich verlängert. In der Zwischenzeit, setze ich bereits die neuen Sämlinge an. In selbst hergestellter Saaterde. Das gelingt immer. Für Saaterde müssen Sie etwas Googeln. Sie finden sicher eine Anleitung. Ansonsten fragen Sie einfach in einer Ihrer Genossenschaften.
Ich weiß, das klingt jetzt komisch. Ein Unglück hat mich das entdecken lassen. Ein beinahe Unglück. Bekanntlich dünste oder dämpfe ich meinen Spargel. Beim Dünsten habe ich etwas zu wenig Flüssigkeit eingemessen. Oder die falsche Zeit gesetzt. Allgemein dünste ich Spargel acht Minuten und lasse ihn nachziehen. So wird er eben am besten. Beim Dämpfen setze ich zehn Minuten. Das habe ich verwechselt.
Der Spargel karamellisierte. Zum Glück. Ich habe ihn leicht angegossen mit Marsala. Köche sind immer am experimentieren. Auch steinalte Köche. Gebunden habe ich mit Eigelb. Ich habe Zitronenschale und etwas Vanille zugesetzt. Wenn schon versaut, dann teuer. Was kommt heraus? Der vollkommene Hochgenuss.
Um jetzt das Risiko zu minimieren, habe ich das Gleiche professionell nach gekocht. Ich habe ein honigfarbenes Karamell hergestellt, mit Marsala und Gewürzen, den Spargel darin gedünstet. Die Flüssigkeitszugabe müssen Sie etwas trainieren. Die variiert bei den Spargelgrößen und -arten. Grüner Spargel geht nämlich auch dafür. Die anderen Farbgestaltungen habe ich nicht probiert. Übrigens. Meine Töpfe werden nicht so schwarz wie die in den Ferienwohnungen. Außerdem putze ich meine Töpfe, bevor ich sie in den Schrank zurück stelle. Hygiene nennt sich das. Ein absolutes Fremdwort in zahlreichen Westhaushalten.
Eine Ausnahme kenne ich auch aus der besetzten DDR. Mit Namen und Adresse. Die Anderen kommen alle aus hochmodernen, sündhaft teuren Westküchen. Und es ist garantiert nicht die Technik, die das „Fressen“ versaut. Jetzt fehlt nur noch eine Rezeptsammlung von zwanzig Tausend Speisen für rund fünf Tausend Euro. Dann ist der Kuchen perfekt.