Kräutertabak wird nicht in jedem Fall getrocknet, geschnitten und mit Tabak zusammen vermischt. Die wesentlich bessere Variate ist, die Kräuter zuerst als Tee zu trinken. Dabei entsteht eine Doppelnutzung. Der bestimmende Effekt ist aber ein anderer. Das Aroma. Das Aroma wird auf die Art voll entfaltet und gleichmäßig verteilt.
Wichtig ist, die Kräuter gegen die Stiele, in Streifen zu 1-2 mm zu schneiden. Sind die Stiele zu dick, müssen sie vom Blatt getrennt und speziell verarbeitet werden.
In Stielen befinden sich sehr oft die würzigsten Bestandteile der jeweiligen Pflanze. Brennnessel ist ein Beispiel wie Feige. Für die Verarbeitung zum Kräutertabak braucht es spezielle Technik. Oder, man schmeißt die Stiele weg. Das wäre schade.
Stiele schneide ich in 1-1,5 cm lange Stücke und brühe sie separat zu Tee. Den Tee gieße ich ab und setze die Stiele noch einmal neu an. Dann gebe ich den zweiten Aufguss warm in den Blender. Mit reichlich Flüssigkeit. Sonst benötige Sie sehr schnell einen neuen Blender. Bis ich das begriffen hatte, habe ich drei oder vier Blender ruiniert. Durchgebrannt. Nicht zu lange blenden. Dann durch ein nicht zu feines Sieb. Damit trennen Sie die staubartigen Teile von den verwertbaren. Das sind faserähnliche Strukturen, die sich leicht Stopfen und Rollen lassen, ohne beim Rauchen als Glut ihre Sachen zu ruinieren. Nach dem Sieben nehmen wir ein Tuch und pressen die Fasern gründlich aus.
Das geschnittene Material vom Tee gießen wir auch in ein Sieb. Den Tee trinken wir. Den Tabak vermischen wir in einer Schüssel mit dem fermentierten Balkontabak, den Fasern vom Stiel und mit den geblixten kleineren getrockneten Tee- und Tabakblättern.
Die Gesamtstruktur liefert ihnen einen wohlschmeckenden Kräutertabak, der auch nicht Ihre Mitbürger belästigt.
Beachten Sie, die Kräutermischung kann Melissen, Nesseln, Brombeer-, Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeer- und Nussblätter beinhalten. Das sind nicht die einzigen verwertbaren Teeblätter. Wein gehört dazu. Ungespritzter bitte.
Nach dem Abseihen geben Sie den geschnittenen Tee in ein Tuch und pressen die restliche Flüssigkeit aus.
Zum Mischen können Sie ein Handrührgerät mit einem Schlagbesen der zwei benutzen. Sie werden eventuell etwas Kokoslikör und selbst gemachten Vanillerum zusetzen. Dann genießen Sie das absolut vollste Aroma.
Trocknen müssen Sie die Mischung auch. Ihren täglichen Bedarf trocknen Sie in der Mikrowelle. Den Rest lassen Sie etwas fermentieren.